Es gibt 3 Grundarten von Gehäusen: Das Desktopgehäuse, welches oft auf dem Tisch liegt, das Midigehäuse und den BigTower.
Das Desktopgehäuse
Dieses Gehäuse ist ideal, wenn man einen Media PC für das Wohnzimmer bauen möchte. Viele Hersteller haben hier die Optik auf Wohnzimmerfeeling getrimmt. Allerdings bieten viele der Gehäuse lediglich Platz für ein M-ATX Board. Daher ist es sehr wichtig, sich vorher die Beschreibung des Gehäuses genau durchzulesen, denn sonst steht man leicht vor einem unlösbaren Problem, wenn man das System zusammenbauen möchte. Auch ist oft nur Platz für maximal 2 optische Laufwerke und auch für Festplatten ist häufig nur für 2 Stück Platz.
Mal 2 typische Wohnzimmer Media PCs in 2 Preisklassen.


Auch ist es hier wichtig, bei diesen Gehäusen darauf zu achten, dass der CPU-Kühler nicht zu hoch ist, denn oft ist die Bauhöhe nur wenig höher als eine Grafikkarte hoch ist.
Das Midigehäuse
In diesem Bereich gibt es wohl die größte Auswahl, was Farbe, Form und Ausstattung betrifft. Klassischerweise hat man hier für vier optische Laufwerke und zwei 3,5 Zoll-Geräte Platz. Meist bietet es Platz für 4-6 Festplatten. Klassische Maße sind: Etwa 42 cm hoch, ca. 45-48 tief und ca. 18-20 breit. Ein paar Beispiele:




Eine Unterform des Midigehäuses ist das Minigehäuse.
Das erkennt man daran, dass nur zwei externe 5,25 Zoll Laufwerke eingebaut werden können. Es ist in Höhe, Breite und Tiefe ein wenig kleiner und passt daher oft besser unter oder in den PC-Tisch. Der wichtigste Punkt ist aber, dass dieser Gehäusetyp nur M-ATX Mainboards aufnehmen kann.

Der Bigtower
Die Königsklasse. Groß, größer am größten kann hier oft als Devise gelten. Immerhin ist er noch ca. 15-20 cm höher als viele Miditower. Auch in der Tiefe und Breite legen diese Gehäuse etwas zu.
Aber diese Gehäuse können und sollen ja nicht nur M-ATX, ATX Boards aufnehmen, sondern auch E-ATX Boards, welche ja für 2 und mehr CPU’s ausgelegt sind. Üblicherweise sind 6 externe 5,25 Zoll Schächte vorhanden und mehr Platz für die internen Geräte ist auch vorhanden.


Worauf soll ich nun beim Kauf achten?
Hier ein paar Beispiele für Gehäuse, bei denen Probleme auftreten können oder die schlecht aufgebaut sind.




Wie man sehen kann, sind beim ersten die Anschlüsse unten, aber glücklicherweise nicht durch eine Klappe verdeckt. Beim zweiten ist der Laufwerkskäfig um 90° gedreht, hier sollte man nicht vergessen die abgewinkelten Anschlusskabel mitzubestellen. Und bei den letzten beiden ist es offensichtlich. Diese Gehäuse stammen vom selben Hersteller und sind nicht gerade billig, aber eines davon ist ein Bigtower und dort hat man v.A. eines sicher: Viel Luft. Doch leider fehlen die Montagemöglichkeiten für weitere Festplatten.
Alles in allem gilt auch beim Gehäusekauf, sich vorher zu informieren, denn schnell kann sich ein Gehäuse auch als Albtraum herausstellen.