20.08.2007Serious Sam 2 von PaPe

Das Spiel Serious Sam 2 gehört zwar dem Genre der Actionspiele oder Ego-shooter an, aber ich finde, dass das Spiel dort falsch eingeordnet ist. Es eröffnet viel mehr ein eigenes Gerne, das der Fun-shooter. Auch unterscheidet es sich von den herkömmlichen Ego-Shootern, in der „Wahrnehmung“ der Lebensenergie; Denn man hat in diesem Spiel nicht nur die üblichen 100, sondern gleich 200 Lebens du Rüstungspunkte. Ebenfalls bemerkenswert ist, dass es 6 verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt, wobei man den 6. erst freischaltet, indem man den 5. komplett durchspielt.

Wie bei den meisten Shootern hat man auch bei Serious Sam 2 den Auftrag die Welt vor dem Bösen zu retten. Sam (Serious) Stone hat dies zwar in den Vorgängern auch schon getan, aber diesmal sieht es so aus, als hätte sich Mental – der große Böse – als hätte er sich wirklich vorgenommen höchst persönlich gegen Sam Stone zu kämpfen und ihn endgültig mit dem Rest der Welt zu besiegen.

Der Held im immer weißen T-Shirt bekommt in der Intro-Sequenz den Auftrag die 5 Teile eines mächtigen Medallions auf 5 verschiedenen Planeten zu besorgen und danach nach Sirius, dem Heimatplaneten von Mentals, zu reisen und ihn dort zu bekämpfen und zu besiegen. Auf dem ersten Planeten angekommen steht unser Held erstmal mit drei Waffen und seinem „Neurotronisch Implantiertem Kampf-Situationen-Analysator (kurz NETRICSA) in mitten eines Dorfes voller kleiner blauer Figuren, die ihn alle sehr freundlich empfangen und im weiteren Spielverlauf mit Munition, Lebens- und Rüstungspunkten versorgen. Mit seinem drei Waffen ist Sam zwar am Anfang in der Hinsicht auf Gegenwehr zwar recht spärlich aufgerüstet – gerade mal mit einem „Knochenfetzer“ (eine Kettensäge), seinen doppelten Magnums (liebevoll auch „Der Eindringling“ genannt) und einer Plasmapistole – doch das gibt sich sehr schnell; im Spiel sind insgesamt 15 verschiedene Waffen vorhanden, von Schrotflinten über die berühmt berüchtigte Minigun, den Raketenwerfer und anderen bis hin zur alles zerstörenden Seriousbombe, die alles, was sich innerhalb des Sichtfeldes Sam’s bewegt zu Staub zerlegt. Zu diesen Massen an Waffen gibt es natürlich auch Munition, die in den Levels teils offensichtlich, teils auch ein bisschen versteckt herumliegt. Aber als wäre das nicht schon genug, spendiert uns Croteam auch noch Power-Ups, die für kurze Zeit zum Beispiel extra Punkte bringen oder extra Schaden verursachen.

Damit man sich während des Spiels keine beziehungsweise nur wenige Sorgen um seine Lebensenergie machen muss liegen in jeder Ecke der Level zusätzliche Lebens- und Rüstungspunkte herum. Um schneller durch die Welt von Serious Sam zu gelangen, gibt es mehrere Fortbewegungsmittel, die die Techniker von Sam’s Auftraggebern aus Mentals geheimen Forschungslabors entwendet und modifiziert um sie in den Levels an strategisch günstigen Punkte zu platzieren.

Der Multiplayer-Modus dieses Spiels ist für Leute die gerne MIT oder gegen ihre Freunde spielen genau das Richtige. Denn hier liegt nicht nur gewöhnlicher Multiplayer vor, sondern auch ein Kooperationsmodus, das heißt man spielt mit Freunden entweder nur bestimmte Level oder das ganz Spiel vereint gegen den gemeinsamen Feind! Da man auch einstellen kann wie viele Gegner mehr man pro Spieler haben will macht auch diese Art von Multiplayer-Modus sehr viel Spaß. Und wenn man mal grad keine Lust auf gemeinsames Spielen hat kann man mit dem neusten Patch auch gegen seine Freunde im Deathmatch-Modus spielen.

 Das Spiel ist für alte Serious Sam-Freunde genauso geeignet wie für welche, die diese Art von spielen zum ersten Mal spielen. Das Spiel wirkt durch die vielen bunten Farben sehr freundlich und lange nicht so düster wie andere Spiele dieser Art (zum Beispiel Painkiller). Durch lustige Sprüche staubt dieses Spiel auch nach längerem oder auch wiederholtem Spielen nicht ein.
Alles in Allem ein amüsantes und gelungenes Spiel für viele lustige Stunden – auch im Multiplayer-Modus.
 

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