Mark of Chaos ist ein Echtzeit-Taktikspiel im Warhammer Fantasy Universum. Auf geräumigen, schönen Karten kämpft man mit kleineren Armeen gegen einen oder mehrere Gegner.Taktischer Anspruch
Gemäß der Vorlage spielt Taktik eine große Rolle. Das spiegelt sich schon in der Aufstellungsphase wieder. Wer hier Mist baut, wird in der folgenden Schlacht kläglich scheitern. Aber auch in der Schlacht muss man auf seine Einheiten gut aufpassen: Wenn Kavallerie einem Regiment Bihandkämpfer in den Rücken fällt, haben die Schwertfuchtler keine Chance mehr. Auch auf die Moral der Truppen muss man, wie im SF-Ableger Down of War, immer achten. Erreicht die eine bestimmte Grenze, fliehen die Soldaten. Werden sie auf der Flucht angegriffen, wehren sie sich nicht.
Schlachten & Einheiten
Die Schlachten spielen sich nach üblicher Manier; Aufstellung und Manöver stehen im Vordergrund. Leider sind die Schlachtfelder zu groß, sogar bei den wenigen Stadtschlachten ist viel zuviel Platz da.
Die Einheiten werden, wie es neuerdings im Gerne üblich ist, in Kompanien befehligt. Jeder Kompanie kann sich ein Held anschließen, der der Einheit Boni auf die Kampfkraft, Moral und andere Werte gibt. Auch kann man den Einheiten verschiedene Upgrades kaufen, wie Belagerungsleitern, bessere Waffen oder einen Standartenträger (Bonus auf die Moral).
Technik
Grafisch ist das Spiel auf der Höhe der Zeit, die Waffen der Kämpfer funkeln im Licht, Rauch sieht sehr plastisch aus, aber an den Detailreichtum der Einheiten kommen bisher nur Rollenspiele wie Oblivion heran. Auch der Sound unterstreicht die Atmosphäre, ist er doch sehr mitreissend.
KI
So schön Grafik und Sound auch sind, die KI ist grauenvoll. Da lassen sich die Einheiten einmal komplett in Stücke schießen, dann wiederum ignorieren sie einfach die Befehle. Leider bringt das Taktieren so wenig.
Story & Kampagne
In den Kampangen (unterteilt zwischen Gut und Böse) geht es um die Invasion des Chaos aus den nördlichen Chaoswüsten. Als Kommandant van Kessel muss man sich erst beweisen, dass man nicht so wie sein Vater ein Verräter ist. Dann muss man als ein aufstrebender Chamipon des Khorne, ein Gott des Krieges, die Barbarenstämme vereinen, um eine Streitmacht aufzustellen, mit der man das Imperium vernichten kann. Gestreuert wird die Kampange auf einer kleinen Strategiekarte. Wer jetzt an ein komplexes Einheitenmanagement a la Total War denkt, liegt falsch. Man verschiebt seinen Helden nur von von einem festgelegtem Punkt zum nächstem. Da wäre viel mehr drin gewesen! Insgesamt ist die Chaoskampagne abwechslungsreicher, was nicht nur an den orginellen Charaktern liegt.