Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Alle Spiele, egal ob am PC, auf der Konsole oder dem Handheld werden hier diskutiert.

Beitrag » 7. Jan 2020 22:11 #3201

Benutzeravatar
Rumple
Assessor iuris
Gold-Premium
Beiträge: 73149

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Rumple »

Darksiders 3

Wie schon bei den Vorgängern wurde munter aus anderen Spielen geklaut. Dieses Mal war Dark Souls das offensichtlichste Vorbild. Gelungen ist es nicht wirklich.

Story verläuft mal wieder parallel zu den Geschehnissen der beiden Vorgänger, dieses Mal spielt man Fury, die die sieben Todsünden vernichten soll. An Waffen gibt es ne Peitsche und 4 "Hollows", die im Verlauf des Spiels erlernt werden. Die schalten dann Spezialfähigkeiten und jeweils eine bestimmte Waffe frei.

Den unnötigen Loot aus dem Vorgänger hat man glücklicherweise wieder gestrichen, wobei es immer noch ein paar Items zu sammeln gibt um Ausrüstung zu verbessern.

Statt ner Open World ist es wieder eine schlauchartige offenere Welt, ähnlich wie bei Dark Souls. Ohne dabei aber an die Klasse von Dark Souls heranzukommen, was teils auch daran liegt, dass man die Rätsel beibehalten hat und bestimmte Gegenden nur mit bestimmten Fähigkeiten betreten werden können. Während bei Dark Souls die komplette Welt ineinander verzahnt ist und man schnell von einem Ort an den anderen gelangt, klappt's bei Darksiders nur mit Teleportation. Die Abkürzungen, die man öffnen kann sind oftmals ziemlich nutzlos.

Das Kampfsystem ist auch nicht gelungen, wobei ich nicht das nachträglich eingefügte klassische System sondern das "richtige" genutzt hatte. Der Mix aus Hack n' Slash und Dark Souls-Kampf funktioniert für mich nicht wirklich gut. Kombis nutzen bringt wenig, weil dann durch die Effekte der Attacken die Angriffe des Gegners wesentlich schlechter vorhergesehen werden können. Bei einer Spezialfähigkeit, bei der Wirbelstürme auf die Gegner geschickt werden, ist es fast unmöglich bevorstehende Angriffe zu erkennen. Sonderlich viele Kombinationen gibt es auch nicht. Das ist nichts halbes und nichts ganzes. Man fühlt sich im Gegensatz zu den Vorgängern auch wesentlich schwächer, was beim Setting irgendwie unpassend ist.

Auch sonst hapert es an vielen Ecken und Kanten. Einer der Bosskämpfe ist unfassbar nervig, weil der Gegner in der ersten Phase dauert wegrennt, andere Gegner tötet und sich dadurch heilt. Ich musste ihm dauernd hinterherrennen, damit ich ihn kloppen kann.

Dennoch hat es mich irgendwie unterhalten. Die Darksiders-Spiele sind für mich ein guilty pleasure, obwohl sie spielerisch und erzählerisch doch ziemlich generisch und nicht immer besonders gut sind.

Als Soulslike kann ich das Spiel nicht wirklich empfehlen. Fans der Serie können aber mal im Sale reingucken.
"Versuchen ist der erste Schritt zum Versagen!" H.S.

Beitrag » 31. Jan 2020 21:34 #3202

Benutzeravatar
The Gravedagokck
Wiesenchronist
Moderator
Beiträge: 41237
Kontaktdaten:

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Borderlands 3 - 8,5/10
Das Review enthält Spoiler zu "Borderlands 2"!
Der dritte Teil der Serie (und das vierte bzw. fünfte Spiel der Story, "Pre-Sequel" und "Tales from..." eingerechnet) fängt eigentlich genau da an, wo seine Shooter-Vorgänger aufgehört haben. Nachdem man in Teil 2 das Vault Network entdeckt hat, das offenbart, dass es nicht nur auf Pandora Vaults gibt, fliegt man mit der bekannten Stadt Sanctuary, die nun ein Raumschiff ist, im All umher und darf ein Dutzend Planeten, die jeweils diverse Locations haben, besichtigen und trifft, wie man es schon aus den Vorgängern kennt, auf allerlei bekannte Gesichter, von NPCs der Vorgängerspiele bis hin zu den Vault Huntern, die man in eben jenen gespielt hat.
Die Story ist recht cool, mit Troy und Tyreen Calypso hat man zwei neue, unsympathische Antagonisten und natürlich darf auch Handsome Jack nochmal einen kleinen Reprise geben, denn er hat den 2. Teil ja schließlich mit der Handlung rund um ihn und das Eridium so stark vom ersten abgehoben.
Apropos erster Teil, die Story schlägt auch dorthin wieder eine Brücke, aber ich verrate natürlich nicht was. Wenn man die Spiele direkt hintereinander spielt, sollte man auf jeden Fall einige Aha-Momente bekommen. Da ich leider immer nur alle paar Jahre einen Teil gespielt habe, musste ich oft nachgucken, ob ich die Charaktere bereits kennen sollte oder nicht. Aber auch ohne Kenntnis der Vorgänger macht das Spiel immer noch Spaß.
Warum? Weil die Story für Menschen, denen Story nicht wichtig ist, auch egal sein kann, denn "Borderlands 3" ist ein Loot-Shooter und lebt von der selben Mechanik wie die "Diablo"-Teile, nämlich: den Charakter immer weiter aufrüsten und das möglichst perfekte Build zu erschaffen. Dabei kann man den Schwierigkeitsgrad nach dem ersten Durchspielen anpassen, was die Wahrscheinlichkeit auf raren Loot immer weiter erhöht (auch hier: "Diablo III" lässt grüßen).
Ansonsten tut sich spielerisch zu den Vorgängern nicht viel, was aber auch nichts macht, da Gearbox die Spielmechanik ohnehin schon nahezu perfektioniert hat.
Daher gibt's auch eine ähnliche Note wie für die Vorgänger. Was das Spiel mit einem halben Punkt mehr zu dem besten Teil der Serie macht sind die abwechlsungsreichen Locations, der einstellbare Schwierigkeitsgrad (ein Novum in der Serie), dadurch der niedrigere Frustfaktor und, dass man nicht durch alle Welten 1000x durch muss, nur um wieder eine neue Gegend zu finden. Insgesamt: tolles Spiel, ich hab den Season Pass, also kommen ein Paar DLCs noch auf mich zu (den "Handsome Jackpot" habe ich schon durch) und ich freue mich, wie's dann wohl weitergeht.
Got to be who you are in this world
Never walk out on your own story
But if you ever need me again
You know that I'll be, I'll be around.

Beitrag » 1. Feb 2020 17:10 #3203

Benutzeravatar
SierraLeon
Beiträge: 1831
Kontaktdaten:

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von SierraLeon »

Ich hab gerade einen Durchlauf von Vampire: The Masquerade - Coteries of New York mit dem Brujah beendet.Was für ein übertriebener Name :ugly:

Ich bin ein riesiger Vampire-Fan, wie vielleicht manche hier schon bemerkt haben, gleich doppelt seit die fünfte Edition rausgekommen ist, die ich persönlich einfach großartig finde. Es war also abzusehen, dass Coteries of New York früher oder später in meine Bibliothek wandert und gespielt wird. Nachdem das nun geschehen ist, weiß ich nicht wirklich wie ich das ganze einordnen soll. Am Ende des Tages ist Coteries of New York eher eine Visual Novel als ein Spiel, was in Ordnung ist, wenn der Grafikstil, die Charaktere und die Story sowie der Schreibstil gut sind.

Der große Pluspunkt für Coteries of New York sind der Grafikstil und die Charaktere. Alle Charaktere sind schön gezeichnet, die Hintergründe sind alle Stimmungsvoll und passend animiert und werden akkustisch entsprechend unterstrichen. Die Charaktere die ihr trefft sind allesamt toll, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie besser ausgebaut werden noch. Eure künftigen Klüngelmitglieder sind allesamt spannend und haben durchaus Tiefgang und eigene Ambitionen, allerdings hätte ich mir gewünscht mehr Zeit noch mit ihnen verbringen zu können. Auch die restlichen Charaktere fangen einen gewissen Flair sehr gut ein. Wirken sympathisch aber gleichzeitig gruselig und man hat immer wieder das Gefühl, das jeder seine eigenen Machenschaffen verfolgt. Das ist eine wundervolle Ausführung von dem wie ich Vampire: The Masquerade auch immer gesehen habe, von daher freut es mich sehr.

Was die Story angeht, ist Coteries of New York etwas zwiegespalten. Zum einen versucht es Leute, die keine Ahnung von Vampire: The Masquerade haben einzufangen und sie in die Position zu bringen um die Intrigen und Motivationen sowie das Vampirsein zu verstehen. Auf der anderen Seite möchten sie auch das fortgeschrittene Drama, das das Spiel ausmacht einfangen und zu einem umfangreichen Höhepunkt führen. Beides zusammen zu bringen ist extrem schwierig und gelingt den Entwicklern auch nicht so wirklich, was zu einiger Frustration führt, insbesondere was das Ende angeht. Die Story läuft extrem geradlinig ab, was extrem Schade ist. Es ist natürlich ganz nett, zu sehen dass das Spiel kein Problem damit hat, euch zu töten, wenn ihr euch zu Beginn einfach dumm aufführt, auf der anderen Seite baut es den Konflikt Camarilla gegen Anarchen auf und gibt euch das Gefühl als könntet ihr zwischen den beiden wählen, lässt euch aber am Ende doch nur Camarilla sein. Außerdem unterschlägt es tiefergehende Punkte abseits von Hunger nach Blut, die das Vampirsein ausmachen. Es gibt euch einen Charakter, der seine Menschlichkeit verloren hat, bedroht euch jedoch zum Beispiel nie damit, die eure zu verlieren - egal was ihr tut. Es spielt mit dem Gedanken, dass das Sonnenlicht oder Feuer tödlich für Vampire sind, bedroht euch aber nie damit. Es spricht von dem Tier, zwingt euch aber nicht sich damit auseinander zu setzen (zumindest so wie ich es gesehen habe). Das ist ziemlich Schade im Großen und Ganzen.

Das größte Problem meiner Meinung nach, sind jedoch die namensgebenden Coteries, also die Klüngel von New York. Das Spiel beauftragt euch gleich zu Beginn, euer eigenes Klüngel aufzubauen - in Ordnung, klingt toll, Strength in numbers und so. Euch werden mehrere Kandidaten vorgeschlagen, die ihr kennenlernen könnt und mit ihnen zusammen Aufgaben bestehen könnt und sie euch schließlich genug vertrauen um sich eurem Klüngel anzuschließen. Klingt super! Aber das wars dann! Eine Dame, die sich meinem Klüngel angeschlossen hat, hab ich nie wieder gesehen danach, die anderen beiden haben mir einmal kurz ausgeholfen und Ende. Warum zur Hölle sollte ich dieses Klüngel denn aufbauen, wenn die Story sie dann am Ende einfach außen vorlässt? Ihr könnt doch nicht einfach euer Spiel nach den Klüngeln benennen und das Hauptspiel dazu machen, euch ein Klüngel aufzustellen nur damit das dann völlig für nichts und wieder nichts war.

Das Spiel begeht weitere kleinere Fehler: Es führt coole, starke Charaktere ein, einflussreich und super gemacht für die Story und vergisst sie zum Ende dann einfach. Warum? Das sind Charaktere, deren Aufgabe es ist möglichst viel mitzubekommen was in der Stadt vorgeht und sie ignorieren diesen super wichtigen Vorgang einfach? Uff.

Alles in allem ist Coteries of New York sicher eine ganz nette Geschichte, aber leider keine großartige Geschichte. Es gibt viele kleinere Frustrationen, auch wenn immer wieder spannende Stellen mit dabei sind. Das Spiel vergeudet leider viel seines Potentials, was sehr schade ist.

Beitrag » 1. Feb 2020 20:44 #3204

Benutzeravatar
The Gravedagokck
Wiesenchronist
Moderator
Beiträge: 41237
Kontaktdaten:

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

The Walking Dead: The final Season - 9,5/10
Huiiii, damit hätte ich nach der etwas schwächeren, dritten Staffel ja nun nicht mehr gerechnet, insbesondere auch, weil das Spiel ja quasi notgedrungen mitten im Entwicklungsprozess den Entwickler gewechselt hat, da Telltale ja geschlossen wurde.
Man springt etwa 3 Jahre in die Zukunft nach Staffel 3 und hat demzufolge mit einer fast erwachsenen Clementine, die man hier wieder spielen darf, und einem fünf- bis sechsjährigen AJ zu tun, die wie gewohnt weiter ums Überleben kämpfen. Dabei trifft man dann relativ schnell auf eine neue Gruppe, welche endlich wieder Charaktere bietet, die man lieben oder hassen kann. Auch die Antagonisten sind dieses Mal wieder fieser, die Entscheidungen, die man treffen muss, fühlen sich brutal an und Telltale / Skybound haben es gut hingekriegt, dass Clementine quasi die Rolle, die Lee in der 1. Staffel hatte, mit AJ reprised, ohne sich dabei zu wiederholen. Allerdings gibt es auch einige schöne Anspielungen auf die tolle 1. Staffel und irgendwann, wenn mein Pile of Shame mal gesunken ist, will ich nochmal alle 4 Spiele hintereinander spielen.
Es wurde auf jeden Fall alles richtig gemacht, denn im Vergleich zu der mittlerweile ja recht belanglosen Serie haben die Videospiele nun wirklich ein fulminantes Finale gefunden.
Got to be who you are in this world
Never walk out on your own story
But if you ever need me again
You know that I'll be, I'll be around.

Beitrag » 4. Feb 2020 15:01 #3205

Benutzeravatar
The Gravedagokck
Wiesenchronist
Moderator
Beiträge: 41237
Kontaktdaten:

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Deadly Premonition: Director's Cut - 4,5/10
Was war das denn? :ugly:
Das Spiel, das wohl so eine Art Action-Adventure darstellen soll, hat genau einen Pluspunkt: eine interessante (wobei etwas vorhersehbare, zumindest in den Grundzügen) Story mit skurrilen Charakteren, die einen manchmal echt verwirren können. Wenn diese Story in einem Spiel á la "Heavy Rain" erzählt worden wäre, würde das hier ein richtig gutes Spiel sein.
Den rein vom Eindruck her spielt sich "Deadly Premonition" wie ein Mix aus "Heavy Rain" und "L.A. Noire", aber reicht an beide um Längen nicht heran. Ich zähle an dieser Stelle mal auf, warum:
- die Grafik sieht aus wie von 2002, wobei die verwaschenen Texturen der Umgebungen damals schon schlecht ausgesehen hätten. Das Spiel ist aber von 2010 bzw. der Director's Cut sogar von 2013.
- die Steuerung ist der schlechteste Konsolenport, den ich je gespielt habe. Schießereien sind schwergängig, Zielen braucht viel Geduld und laufen kann man beim Schießen sowieso schonmal nicht. Fahrphysik gibt's nicht.
- Die Nebenquests müssen gesucht werden, sind komplett belanglos und die Vorteile, die man durch sie bekommt, braucht man nicht.
- Die Welt ist absolut langweilig gestaltet.
- Die Spielmechanik ist repetetiv.
- Es stürzt dauernd ab und dank des Checkpoint-Systems darf man dann teils Bosskämpfe etc. nochmal machen.
Also, wer eine interessante Story (der gebe ich mal 8 Punkte) verpackt in einem Kackspiel (Gameplay kriegt 1 Punkt) erleben möchte, der kann sich gerne mal heranwagen. Der Rest kann sich die Videosequenzen besser bei YouTube angucken, da sollte man das auch ganz gut vermittelt bekommen.
Got to be who you are in this world
Never walk out on your own story
But if you ever need me again
You know that I'll be, I'll be around.

Beitrag » 4. Feb 2020 20:11 #3206

Benutzeravatar
BlackDead
Beiträge: 23049

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

Für mich immer noch das beste schlechte Spiel was ich kenne und hätte schon mal wieder Bock drauf. :ugly:
Nicht wahr Zach?

Beitrag » 4. Feb 2020 20:44 #3207

Benutzeravatar
gun
Beiträge: 27000

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von gun »

Hast du schon mal Into the Dark gespielt? :ugly:
"Man wird durch den Eintritt in eine christliche Partei genauso wenig anständig, wie man zum Auto wird, wenn man sich in eine Garage stellt. Richard Rogler
"Es geht darum, wer die Information kontrolliert, nicht wo sie liegt." US-Richter zu Clouddaten

Beitrag » 4. Feb 2020 21:19 #3208

Benutzeravatar
Rumple
Assessor iuris
Gold-Premium
Beiträge: 73149

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Rumple »

BlackDead hat geschrieben:
4. Feb 2020 20:11
...
Nicht wahr Zach?
Ich heiße nicht Zach!
"Versuchen ist der erste Schritt zum Versagen!" H.S.

Beitrag » 5. Feb 2020 13:59 #3209

Benutzeravatar
The Gravedagokck
Wiesenchronist
Moderator
Beiträge: 41237
Kontaktdaten:

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

BlackDead hat geschrieben:
4. Feb 2020 20:11
Für mich immer noch das beste schlechte Spiel was ich kenne und hätte schon mal wieder Bock drauf. :ugly:
Nicht wahr Zach?
Mein Kaffee heute morgen hat mir verraten, dass ich das Spiel wohl nicht noch ein 2. Mal spielen werde. :uglycoffee:
Got to be who you are in this world
Never walk out on your own story
But if you ever need me again
You know that I'll be, I'll be around.

Beitrag » 21. Feb 2020 10:14 #3210

Benutzeravatar
Rumple
Assessor iuris
Gold-Premium
Beiträge: 73149

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Rumple »

Monster Boy and the Cursed Kingdom

Ein klassisches Metroidvania. Die Einwohner des Königreichs werden in Tiere verwandelt und man muss sie retten. Dabei sammelt man im Laufe des Spiels div. Tiergestalten, die alle neue Fähigkeiten bieten.

Die Platformer-Elemente, die zum Endboss führten fand ich etwas nervig. Der Endboss war dann doch vergleichsweise einfach. Die Steuerung fand ich manchmal etwas sperrig.

Alles in allem aber ein unterhaltsames Spiel. Zum Vollpreis würde ich es nicht kaufen, aber im Sale kann man da zugreifen, wenn man das Genre mag.

Vampire: The Masquerade – Coteries of New York

Eine Visual Novel im WoD-Universum.

Ich kenne die WoD hauptsächlich durch die V:tM: Redemption und V:tM: Bloodlines sowie durch eine handvoll P&P-Runden, die schlecht durch mich geleitet wurden. :ugly:

Dennoch würde ich sagen, dass die Atmosphäre gut einfangen wird. Das wirkte für mich auch etwas wie ein Einstiegsabenteuer um Leute in die WoD einzuführen. Allerdings ist die Story zu gehetzt und die Charaktere bleiben auf der Strecke. Das Ende kam mir zu abrupt, man hat nicht wirklich viel Zeit sich mit den NPCs auseinanderzusetzen und mehr über sie zu erfahren. Ich hätte gerne noch ein paar Nebenquests fertig gespielt, aber das ging dann auch nicht mehr.
"Versuchen ist der erste Schritt zum Versagen!" H.S.

Beitrag » 23. Feb 2020 20:28 #3211

Benutzeravatar
Rumple
Assessor iuris
Gold-Premium
Beiträge: 73149

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Rumple »

The Pedestrian

Ein schön gemachter Puzzle-Platformer. Man begleitet ein Strichmännchen durch eine Stadt und bewegt sich dabei durch Straßenschilder.

Die Platformer-Elemente stehen dabei eher im Hintergrund, der Puzzleanteil überwiegt. Man muss verschiedene durch Türen und Leiter verbinden und so dem Strichmännchen neue Wege eröffnen. Die Puzzles sind gut gemacht, wobei ich das letzte größere Puzzle etwas nerviger fand, weil's mit nerviger Lauferei verbunden war.

Lohnt sich! :teach:
"Versuchen ist der erste Schritt zum Versagen!" H.S.

Beitrag » Heute 00:33 #3212

Benutzeravatar
The Gravedagokck
Wiesenchronist
Moderator
Beiträge: 41237
Kontaktdaten:

Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Baldur's Gate: Enhanced Edition - 8/10
Okay, vielleicht hätte ich anstelle von "Planescape: Torment" lieber mit "Baldur's Gate" anfangen sollen, denn das Spiel ist für jemanden, dessen anspruchsvollste Party-RPG-Erfahrung bisher "Dragon Age: Origins" war, durchaus zugänglicher. Ich habe, wie der Titel ja sagt, die Enhanced Edition gespielt, welche das Add-On "Tales from the Sword Coast" mit einbezieht, einige Verbesserungen dem Gameplay und der Grafik hinzufügt. Zusätzlich war das neu programmierte Add-On "Siege of Dragonspear" bei mir auch gleich mit drin, sodass ich insgesamt für all diese Sachen circa 60 Stunden in den Titel gesteckt habe (GOG zeigt etwas weniger an, weil eine längere Gamingsession mal mit einem Rechnerabsturz endete und Galaxy die Spielzeit nicht aufzeichnen konnte).
Storytechnisch entführt einen "Baldur's Gate" in die Forgotten Realms der D&D-Reihe. Man reist an der Sword Coast entlang, durch diverse Landschaften und Dörfer und besucht natürlich auch die dem Spiel seinen Namen gebende Stadt. Relativ fix wird klar, man ist kein normaler Mensch, es gab einen größeren Plan hinter dem Mord deines Ziehvaters und was ein gewisser Forenuser mit seinem Hamster damit zu tun hat, wissen nur die, die diesen Klassiker schon gespielt haben. Aber mal im Ernst: die Story ist eine erfrischend erdige Fantasy-Story mit sehr vielseitigen Charakteren, einem Haufen interessanter Nebenquests, sehr viel Lore, die aber größtenteils nur in Form von Büchern, die man lesen muss dargeboten wird, was ich irgendwann gelassen habe, weil ich ja (noch) nicht so tief im D&D-Universum drinstecke. Mir hat jedenfalls das Storytelling, das damals schon die Handschrift von Bioware trug (auch wenn das neue Add-On dann ja von Beamdog entwickelt wurde, was man aber nicht merkt, die haben echt einen super Job gemacht) viel Spaß gemacht. Natürlich würde ich mir eine durchgehende Dialogvertonung oder andere Annehmlichkeiten moderner Videospiele wünschen, aber im Gegensatz zum eingangs erwähnten "Planescape: Torment" sind die Dialoge hier auch nie so lang, dass man irgendwann das Interesse verliert und irgendwie auch spannender. Zudem machen die Kämpfe mehr Spaß.
Auch als Einsteiger ins D&D-Universum hat man relativ fix raus, wie das mit der Charaktererstellung geht, wie man seine Party zu befehlen hat und worauf man beim Level-up achten muss. Ich hab jedenfalls meinen menschlichen Fighter gut durch das Spiel bekommen und mir relativ schnell eine gute Party zusammengestellt, deren Protagonisten ich nur selten austauschen wollte.
Das Spiel insgesamt hat auf Grund seines Moralsystems und der vielen Optionen, die man so dargeboten bekommt, auf jeden Fall Wiederspielwert, den ich zwar erstmal der Zeit wegen nicht einlösen werde, allerdings hat "Baldur's Gate" mich überzeugt, wie cool Partyrollenspiele sein können, die nicht "Dragon Age" vorne drauf stehen haben.
Got to be who you are in this world
Never walk out on your own story
But if you ever need me again
You know that I'll be, I'll be around.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste