Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Alle Spiele, egal ob am PC, auf der Konsole oder dem Handheld werden hier diskutiert.

Beitrag » 1. Nov 2021 20:30 #3426

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BlackDead
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

Metroid Dread

Das war tatsächlich mein erster Metroid Titel aber da ich das Genre gerne mag wurde ich auch hier gut unterhalten.
Das Spiel folgt der bekannten Formel von einer relativ großen Karten und dass man nach und nach neue Waffen und Fähigkeiten freischaltet um zu neuen Gebieten zu kommen, funktioniert auch hier wunderbar nur leider werden im späteren Verlauf manche Fähigkeiten mehr oder weniger obsolet und man braucht sie nur noch um Türen zu öffnen.
Etwas zweischneidig fand ich das Leveldesign, was einen einerseits wunderbar durch das Spiel führt aber anderseits einen deswegen etwas von der Erdforschungstätigkeit wegnimmt zu erforschen gibt es erst später etwas wenn man es darauf anlegt alle Items zu finden. Was auch etwas gewöhnungsbedürftig ist dass manche Wege nicht immer sofort ersichtlich ist und man manche unmarkierte Wände wegballern muss um irgendeinen Block freizulegen der einen anzeigt welche Waffe man benötigt um dort weiter zukommen, das gilt sowohl für Hauptwege als auch besonders für versteckte Items.
Interessant sind auch die Abschnitte wo ein anfangs unbesiegbarer Gegner auf einen lauert, diese Abschnitte sind meist eine Mischung aus Flucht- und Schleichsequenzen und bringen eine gewisse Spannung mit rein.
Die Steuerung geht größtenteils gut von der Hand aber gefühlt werden meist etwas zu viele Tasten benötigt und vor allem das Timing des Doppelsprungs fand ich sehr gewöhnungsbedürftig.
Das Spiel ist durchaus fordernd vorallem in seinen Bosskämpfen die von einen verlangen die gegnerischen Angriffsmuster sehr genau zu lesen und entsprechend zu reagieren, nuru leider wiederholen sich bestimmte Zwischenbosse etwas zu oft aber mit den größeren Bossen hatte ich teilweise durchaus meine Freude die Angriffsmuster zu lernen.
Was auch etwas fordernder ist sind die zahlreichen versteckten Items die den Munitionsvorrat der Raketen und die eigene Energie erhöhen können, die sind teilweise gut versteckt und man muss teilweise recht fiese Geschicklichkeitsaufgaben bewältigen bzw. erst herausfinden wie man an diese rankommt.
Die Handlung ist völlig nebensächlich und fordert auch keine Vorkenntnisse der anderen Teile, nur etwas störend fand ich eine längere Zwischensequenz in der Mitte des Spiels die einen etwas zu ausschweifend bestimmte Dinge erklärt.
Insgesamt also ein schöner Vertreter seines Genre den ich nur empfehlen kann.

Beitrag » 2. Nov 2021 11:03 #3427

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Rumple
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Rumple »

Kelvin and the Infamous Machine

Ein bestenfalls mittelmäßiges und kurzes Point&Click-Adventure mit Zeitreise-Thematik.

Große Vorbilder sind Day of the Tentacle und beim Protagonist vielleicht ein bisschen Deponia. Das Spiel kommt aber nicht an diese ran.

Gerade bei der Zeitreise-Thematik verschenkt es viel Potential. Das Spiel hat 4 Kapitel und in Kapiteln 1 - 3 ist man jeweils in einer anderen Zeit unterwegs und trifft auf eine große Persönlichkeit (Beethoven, Newton, da Vinci). Die Kapitel sind allerdings in sich geschlossene kleinere Episoden. Zeitsprünge in Verbindungen mit dem Rätseln gibt es leider nicht, bietet sich aber gerade bei einer solchen Thematik an - siehe DotT. Auch ansonten wurden viele Möglichkeiten für Witze, Dialoge, Rätsel oder Anspielungen liegen gelassen.

Die Rätsel sind machbar und adventure-typisch.

Habe ca. 3h dafür gebraucht. Musste ein paar mal Schmunzeln, aber ansonsten ist alles eher uninspiriert und vorhersehbar.

Habe immer noch lust auf ein humorvolles Point&Click-Adventure, weiß aber nicht welches. :moin:
"Versuchen ist der erste Schritt zum Versagen!" H.S.

Beitrag » 2. Nov 2021 15:11 #3428

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Maddox
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Maddox »

Rumple hat geschrieben: 2. Nov 2021 11:03 Habe immer noch lust auf ein humorvolles Point&Click-Adventure, weiß aber nicht welches. :moin:
Runaway 1-3, ist bestimmt super gealtert :ugly:
well I'd love to see that day, that day was mine
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Beitrag » 2. Nov 2021 16:03 #3429

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Rumple
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Rumple »

Ich kann mich nicht mal mehr an den ersten Teil erinnern, dabei habe ich den sogar gespielt. :confused:
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Beitrag » 2. Nov 2021 16:14 #3430

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Crizzo
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Crizzo »

Rumple hat geschrieben: 2. Nov 2021 16:03 Ich kann mich nicht mal mehr an den ersten Teil erinnern, dabei habe ich den sogar gespielt. :confused:
Da hatte ich nur in Erinnerung, dass ich auf ein Motorradhinterrad so ein zusammen genähtes Band ziehen musst, um irgendwas anzutreiben. Leider gab es nur eine Lösung und die bedingte den ausbau des Rades nebst Suche von einem Schraubenschlüssel. Einfach es erst übers Rad ziehen und dann nähen, war keine Option 🙄
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Beitrag » 4. Nov 2021 12:07 #3431

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Mafia III: Definitive Edition 5,5/10
Nach den wirklich guten, wenngleich auch nicht überragenden ersten beiden Teilen ist das hier relativ generischer Open-World-Kram mit relativ wenig zu entdecken, repetetiven Missionen und einer 08/15-Rachestory ohne Überraschungen und Twists. Die Grafik ist ganz nett anzusehen, aber das täuscht auch nicht darüber hinweg, was man aus New Bordeaux noch alles hätte machen können. Auch die kulturellen Ereignisse der End-60er werden nicht so gut eingebunden, wie es noch bei den Vorgängern mit ihrer jeweiligen Zeitlinie war.
Zudem gab es noch ein paar Bugs, trotz definitiver Edition, mal lud das Spiel nach einer Zwischensequenz nicht (generell waren die Ladezeiten auf PS5 (!) recht lang, will nicht wissen wie das auf der 4er ist), mal startete eine Mission nicht. Die Sidequests waren uninteressant, die Hauptquests hatten ihre Momente, aber davon zu wenige. Leider ein unbefriedigender Abschluss, trotz Tie-In der Story und mancher Charaktere aus Teil 2.
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Beitrag » 4. Nov 2021 12:22 #3432

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Crizzo
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Crizzo »

F1 2021
20210717185129_1.jpg
  • Plattform: Steam & PC
  • Hardware-Settings: maximal inkl. Raytracing, DLSS und Co in FHD und WQHD
  • Schwierigkeit: KI-Stufe: 65
  • Fahrhilfen: nur Automatik-Getriebe (gespielt mit Xbox One Gamepad)
  • Spielzeit: 82 h (zur Zeit)

Ich habe jetzt seit Release ca. 82 h gespielt. Dabei mit der Kampagne angefangen und danach mehrere Saisons und Fahrerkarrieren und GP-Wochenenden gespielt sowie auch ein paar Rennen online gezockt. Stand jetzt ist erstmal eine kleine Pause dran, da mich der Zustand vom Spiel und die ausstehende, fehlende Strecke immer mehr nervt.

Die Story kann man mit einem der schwächeren Teams (Hass, Williams, Alfa Romeo) spielen und wird in eine Art Seifenoper mit Herausforderungs-Modi geworfen. D.h. man springt immer wieder zu verschiedenen Rennen, die dazwischen werden übersprungen, fährt halbe Rennen zu Ende, oder nur den Anfang bis zu einem Ziel oder auch mal ganze Rennen. In den Rennen wird dann immer sowas verlangt wie: hole Fahrer X ein oder komme mindestens auf Position Y. Es gibt drei Schwierigkeitsgrade, wobei selbst der höchste für ambinitionierte Fahrer nicht besonders schwer ist. Zum warm werden und die ersten ca. 6h zu spielen, ist die Story ganz nett.

Neben dem Story-Modus gibt es noch einige zusätzliche Spiel-Modi: Custom-GP-Wochenende bzw. Weltmeisterschaft, Fahrerkarriere (F1 und F2), My-Team-Karriere, Zeitfahren, Splitscreen-Modus, Online-Ligen und Rennen, Open-Lobby (the chaos is real!) etc. Rausgefallen zum Vorgänger sind die klassischen Autos und auch die optionalen kurzen Strecken (z.B. Bahrain kurz). Daher sind die meisten Strecken aus der aktuellen Saison inklusive und ein paar auch zusätzlich dabei. Fehlen tut u.a. der Türkei GP (kommt auch nicht nach) und der Saudi-Arabien GP (kommt noch per Patch). Imola und Portimao wurden bereits per Patch nachgeliefert.

Während mir die Hatz nach der besseren Linie, der besseren Zeit und so zum Gewinnen weiterhin Spaß macht, kommen immer mehr und immer noch nicht gepatchte oder behobene Probleme hoch, die einen mit der Zeit nerven. Da sind u.a.:
  • Die Strecken sind meistens so umgesetzt, wie sie in echt sind, wobei da immer noch Unterschiede im Detail sind oder eben das alte Layout noch verwendet wird. Aber ein Fortschritt gegenüber 2020.
  • Teilweise findet man an bestimmten Stellen so einen Art Schlagloch im Curb oder der Strecke, die total weird dazwischen hängen. Da kannst du halt einfach mal unverschuldet abschmieren.
  • Die KI wurde jetzt zwar schon in langen, schnellen Kurven eingebremst, ist aber weiterhin an vielen Stellen noch zu fix
  • Die KI hat teilweise übel miese Überholversuche oder Crash-Vermeidungen im Zwei/Dreikampf untereinander drauf. Da fährst du dann entweder lächelnd dran vorbei oder crashed rein, weil die so komische Moves machen.
  • Die KI fährt gerne mal direkt nach dem SafetyCar in die Box zum Wechseln, manchmal holt sie dann sogar beide Fahrer gleichzeitig rein
  • Die KI scheidet oft einfach so aus, DNF ohne irgendeinen Grund im Replay zu sehen und hat dann manchmal trotz DNF sowas wie die schnellste Rennrunde, so 20s unter der Spielerzeit, in der Runde wo das Auto abgestellt wurde
  • Die KI verhältich bei Blauer Flagge teilweise so seltsam, dass sie im Weg steht wie Mazepin oder dann einfach so krass bremst, wo man fast reinballert. Ist stark von der Strecke und der Stelle auf dieser abhängig.
  • KI in der Qualy seltsam zu schnell, im Rennen dann wieder nicht mehr so auf der Höhe
  • Die aktuelle Fahrphysik/das Handling hat echt Probleme berechenbar zu sein und dann schmiert man wieder wie bekloppt auf dem Curb ab, wo 5 andere vor dir drüber fahren (die KI kann so dreher übrigens auch^^)
  • Die Entwicklungen in der Karriere skalieren schlecht
  • Die Reifenabnutzung und Strategie ist teilweise nicht logisch bei 25 oder 50% Rennen
  • So winzige Schäden am Frontflügel, die man kaum in der Nasenkamera sieht, verhangeln dir so übel das Fahrverhalten, untersteuern direkt aus der Hölle. Da fährt dann auch die KI (oft mit doofem Timing) direkt an die Box und tauscht den aus.
  • Die KI macht auch jetzt mehr Fahrfehler und Dreher und sowas...das ist nur so mitm HOLZHAMMER umgesetzt, dass es so unlogisch erscheint, wenn sich einer an der Stelle rausdreht
  • Mal die Fahrphysik in der Steilkurve in Zandvoort ausprobieren, da sieht man im Gegensatz zur Realität, wie doof das umgesetzt ist
  • Teilweise triggert die KI auf bestimmte Events und würgt dann da in die Kurve rein, ob wohl da kein Platz ist.
Trotzdem macht es noch Spaß, führt aber bei mir dazu, dass sich verschiedene Strecken einfach meide und mir meine Karrieren mit 10 oder 16 Rennen zusammenbaue und Kurse, wo die KI seltsam OP ist, erstmal rausfliegen.
20210724201729_1.jpg
Positiv Erwähnen muss ich noch die ganzen Settings. Es gibt für die KI, fürs HUD, für die Fahrhilfenm für die Karriere, für die Kamera etc. enorm viel EInstellungen und Anpassungen, da ist das Spiel wirklich sehr vorbildlich.

F1 2020 war echt deutlich runder irgendwie und ich frag mich, wie sich der Effort für die Patches auf F1 2022 auswirken wird. Also wer das hat, erstmal geschmeidig warten, wie die nächsten Patches so sind und werden.

8/10
Dateianhänge
Drama: Akt 1
Drama: Akt 1
Drama: Akt 2
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Beitrag » 8. Nov 2021 21:47 #3433

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Guardians of the Galaxy - 8/10
Tolles, lineares Action-Adventure mit denen mittlerweile durch die Filme und auch das Telltale-Spiel durchaus bekannten Helden. Für den Ansatz des Spiels wurde sich vom MCU gelöst, sowohl was das Design der Charaktere, als auch die Story angeht, was wohl das Vernünftigste ist. Spielerisch ist "Guardians of the Galaxy" ein lineares Action-Adventure. Es gibt keine offene Welt, lediglich ein paar Entscheidungen, die man im Laufe des Spiels trifft und diese verschaffen einem später dann entweder Vor- oder Nachteile. Zwischen den einzelnen Levelsequenzen kehrt man aber immer wieder auf sein Schiff, die Milano zurück, die als eine Art Hub fungiert und kann dort mit den Charakteren Konversation treiben und Kühlschranktüren schließen.
Die Story ist passend zum Style der Filme überdreht und lustig, aber hat auch genug Ernsthaftigkeit, um sich nicht in Klamauk zu verlieren. Die neu eingeführten Charaktere sorgen dafür, dass sich das Ensemble von den Filmen abhebt. Wäre natürlich lustig, wenn dann demnächst Volume 3 im Kino kommt und man sich dann denkt "oh lol den kenn ich aus dem Spiel".
Die Spielzeit ist für einen linearen Titel recht üppig, hab jetzt nicht gezählt, aber auf jeden Fall deutlich über 10 Stunden und es gibt für Komplettisten auch ein New-Game-Plus.
Negativ fand ich die Optik des eingeschalteten Visors, weil die eigentliche Grafik sehr gut (PS5) ist. Einige Story-Arcs hätte man noch mehr ausführen können, aber so kann die Geschichte natürlich auch noch einige Teile weiterlaufen. Insgesamt kann ich das Spiel jedem Marvel- und Action-Adventure-Fan empfehlen.
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Beitrag » 27. Nov 2021 15:46 #3434

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BlackDead
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

13 Sentinels: Aegis Rim

Das Spiel besteht in wesentlichen aus zwei unterschiedlichen Teilen, einmal einen Handlungspart und dann noch einen Strategiepart.
Der Strategiepart ist grafisch sehr schlicht gehalten und besteht in wesentlichen nur aus einer isometrischen Stadtkarten und bunten Symbolen die die eigenen Einheiten und die Gegner symbolisieren. Aber dankt den Sound- und Explosionseffekten bekommt trotzdem genug Feedback und das steigert die Spielbarkeit enorm.
Das Ganze läuft in Echtzeit ab aber da vor jeder eigenen Aktion pausiert wird, bricht niemals Hektik aus und die Kämpfe sind auf den höheren Schwierkeitsgrad zwar durchaus fordernd aber niemals zu schwer und es gibt auch die rudimentären Möglichkeiten seine Einheiten aufzurüsten. Wenn man so wie ich aber bei jeder Mission den höchstens Rang erreichen möchten ist man manchmal etwas länger beschäftigt aber da man für jeden Versuch Erfahrungspunkte erhält kommt man wirklich gut.
Der zweite noch größere Part ist der Handlungspart, diese ist wie eine Art Adventure aufgebaut, man läuft auf einer zweidimensionalen Ebene rum und spricht mit verschiedenen Figuren und hat verschiedene Stichworte und setzt verschiedene Stichworte ein um weiterzukommen.
Spielerisch dadurch recht anspruchslos aber trotzdem fand ich es in manchen Szenen etwas unklar wie genau es weitergeht.
Das Besondere an diesen Part ist aber dass man die Auswahl zwischen 13 verschiedenen Charakteren hat und die Geschichte so aus unterschiedlichen Perspektiven erlebt und sind auch nicht chronologisch geordnet, das Zusammenpuzzeln der Handlung kann man daher auch als Gameplayelement sehen. Manchmal muss man bestimmte Teile der Handlung erst freischalten in dem man erst andere Teile der Handlung erlebt bzw. Missionen im Strategiepart löst.
Die Handlug besteht hierbei zwei aus bekannten Konzepten ist aber durchaus spannend und wendungsreich und hat mich sehr gut unterhalten und motiviert.
Grafisch ist der Handlungspart in einer Animeoptik gehalten und es sieht teilweise trotz begrenzter Mittel sehr hübsch aus, besonders die Hintergrundgrafiken könnte man sich teilweise einrahmen.
Die Animationen sind zwar sehr beschränkt und wiederholen sich oft sind aber mit einer großen Liebe zum Detail gemacht und haben mir gut gefallen.
Das Spiel bietet auch einige Komfortfunktionen wie ein recht umfangreiches Archiv wo verschiedene Begriffe und Figuren nochmal genauer beschrieben werden, was recht hilfreich ist um den Überblick über die durchaus etwas komplexere Handlung zu behalten. Leider ist es etwas nervig dort durchzuscrollen da sie über fast 250 Einträge verfügt, da hätte ich eine Art Stichwortsuche komfortabler gefunden.
Insgesamt war es für mich ein sehr schönes Spielerlebnis und das Spiel ist ein echter Geheimtipp den ich jeden empfehlen kann der Wert auf eine intressante Handlung legt.

Beitrag » 28. Nov 2021 18:49 #3435

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Immortals Fenyx Rising - 6,5/10
Ich habe direkt die "Gold Edition" gekauft und alle drei DLCs nach dem Hauptspiel mitgespielt, weswegen meine Einzelwertungen wie folgt ausschauen:
- Hauptspiel: 6,5/10
- A new God: 5/10
- Myths of the Eastern Realm: 6,5/10
- The lost Gods: 7,5/10
Das Hauptspiel spinnt eine Story um Fenyx, welcher von den Göttern als ihr Champion auserkoren wurde und nun die "Golden Isle" erkunden und die einzelnen Götter Ares, Hephaistos, Athena und Aphrodite vor Oberbösewicht Typhon retten darf. Dies macht er mit durchaus abwechslungsreichen Hauptquests, viel Witz und quietschbunter Grafik. Spielerisch bewegt es sich zwischen klassischem Action-Adventure-Gemetzel und diversen Schalter-, Schiebe- und Rätseleinlagen. Das macht Spaß, ermüdet aber in der schieren Masse an optionalen Aufgaben wie den Tartaros-Rifts, diversen Myth Challenges und so weiter und so fort. Zudem muss man sich seinen Charakterfortschritt ebenfalls durch solche kleinen Aktivitäten und Collectibles zusammensuchen, was ich persönlich sehr nervig finde. Kämpfe und so bringen dir kaum etwas, außer für die Aufbesserung von Waffen und Rüstung.
Ich habe dann irgendwann, als Fenyx stark genug war, die Nebenbeschäftigungen (Quests waren das nicht) liegen gelassen und mich nur auf die Haupt- und paar Sidequests konzentriert, wodurch ich irgendwas zwischen 25 und 30 Stunden bis zum Ende gebraucht habe.
"A new God" setzt dann storymäßig am Hauptspiel an, langweilt aber mit einer repetetiven Quest á la "mach vier Mal das Gleiche und dann noch einmal in besonders schwer", bevor es dann nach gut 9 Stunden auch durch ist. Die Kämpfe spielen hier gar keine Rolle mehr, es sind fast ausschließlich Rätsel zu bewältigen.
"Myths of the Eastern Realm" ist identisch zum Hauptspiel, nur mit asiatischen Göttern und neuem Hauptcharakter. Dauert, wenn man sich auf die Story fokussiert, keine fünf Stunden.
"The lost Gods" befördert einen vom 3rd-Person-Look in ein "Diablo"-ähnliches Hack'n'Slay mit Top-Down-Perspektive und erneut neuer Heldin. Das macht tatsächlich am meisten Spaß, sowohl die frische Story war witzig, als auch das Gameplay an sich. Die Nebenbeschäftigungen hielten sich in Grenzen und waren abwechslungsreicher gestaltet und irgendwie fühlte es sich am rundesten an.
Fazit: Einen zweiten Teil bräuchte ich nur, wenn er im Stil von "The lost Gods" gehalten sein würde. Ansonsten packt Ubisoft echt nach wie vor viel zu viel unnötigen Scheiß in ihre Games, die ein eigentlich cooles Grundprinzip komplett überladen und verwässern. Trotzdem hat mir der Kern des Spiels Spaß gemacht.
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Beitrag » 3. Dez 2021 22:34 #3436

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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Kena: Bridge of Spirits - 7,5/10
Mein persönliches Feelgood-Spiel 2021. Es wird ja oft als Pixar-Film zum Spielen bezeichnet und das ist, was die Grafik und Animationen angeht, auch definitiv korrekt. Spielerisch ein recht reinrassiges Action-Adventure samt Nahkampf, Bogenschießen und ein paar Sonderfähigkeiten, die wohl unter die Kategorie Magie fallen, zieht das Spiel seine Stärke eindeutig aus seinen süßen, kleinen Begleitern, den Rot. Diese können nicht nur extrem knuffig dreinschauen (ich will ein Plüschtier von denen!), sondern sind auch eine nützliche Hilfe sowohl beim Lösen der Rätsel, als auch beim Bekämpfen von Gegnern.
Einen kleinen Skillbaum gibt es auch, EXP gibt es dabei nach besonderen Kämpfen oder geknackten Rätseln. Zudem gibt es eine Währung, mit der man neue Hüte für die Rot kaufen kann, wofür sie sonst noch gut ist, weiß ich nicht, denn man findet davon viel zu viel für die paar Hüte. Die Rot muss man alle selbstständig finden, es gilt also die Augen offen zu halten. Ich habe 64 Stück gefunden, es gibt aber sicherlich noch einige mehr.
Wie gesagt, der Cuteness-Faktor von den Viechern ist großartig, das Spiel an sich ist nicht besonders lang, ich würde irgendwas zwischen 10 und 15 Stunden tippen, aber es lohnt sich wirklich, wenn man auf eine zauberhafte Grafik, einen großartigen Soundtrack und ein bisschen "Welt aus, Märchen an"-Atmosphäre steht. Die Story war gut, nicht herausragend, aber passte zum Thema.
Ich kann diese kleine Perle nur empfehlen.
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Beitrag » 5. Dez 2021 14:11 #3437

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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

Outer Wilds

Ein Spiel mit dem man wohl nur Spaß haben wird wenn man Freude darin findet Dinge zu erkunden und zu entdecken, denn abseits davon gibt es im Spiel nicht viel zu tun aber das kann aber durchaus spannend und unterhaltsam.
Gefangen in einer 22 minütigen Zeitschleife bereist man ein kleines Sonnensystem in seinen kleinen hölzernen Raumschiff dessen Steuerung mehr als gewöhnungsbedürftig ist.
Zu entdecken gibt es einiges und die Planeten haben einige recht faszinierende Konzepte, Problem ist nur dankt der freien Struktur kann es schnell passieren das man aufwendig einen neuen Ort erreicht nur um herauszufinden dass sich darin nur der Hinweis zu einen Rätsel befindet was man vielleicht schon gelöst hat.
Als nervig empfand ich auch dass man innerhalb einer Schleife nicht abspeichern kann, das gehört zwar zum Konzept aber manchmal führt das zu nervigen Wiederholungen besonders wenn man das Ende erreichen möchte.
Grafisch ist es zwar relativ schlicht gehalten aber es sieht trotzdem oftmals ziemlich schön aus und die verschiedenen Orte sind sehr gut designt auch der Soundtrack weiß zu gefallen und bringt die Atmosphäre wunderbar rüber.
Insgesamt für mich ein empfehlenswerter Titel der zwar seine Macken hat aber die Faszination der Entdeckung zeichnet das Spiel definitiv aus.

Beitrag » 12. Dez 2021 22:08 #3438

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SierraLeon
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von SierraLeon »

Ebenfalls Kena: Bridge of Spirits.

Oh mein Gott, selten hatte ich so gemischte Gefühle zu einem Spiel. Wo fängt man da am besten an? Vielleicht damit, dass ich auf dieses Spiel wirklich wirklich gespannt war, als es angekündigt wurde. Ein Spiel von einem neuen Studio, das zuvor eher Animationsfilme gemacht hatte. In Trailern und Reviews sah das Spiel wundervoll aus und ich hab es mir entsprechend relativ kurz nach dem Release gekauft. Und tatsächlich muss ich sagen, dass mir sehr sehr viel an Kena gefällt, ein gravierender Punkt allerdings nicht und der macht sehr viel kaputt. Aber eins nach dem anderen.

In Kena spielt ihr ein junges Mädchen, namens Kena, das ein Spiritguide ist. Ihre Aufgabe ist es also, den Geistern von Verstorbenen dabei zu helfen, los zu lassen und ins Jenseits hinüber zu wechseln. Das Spiel spielt in einer asiatisch angehauchten Pixar-ähnlichen Welt, und die Story läuft schön ab und macht Spaß. Ihr sammelt "Rot", kleine Waldgeister deren Cuteness-Faktor Dago bereits angesprochen hat, den ich hier aber noch einmal unterstreichen muss. Und ja, auch ich will ein Rot-Plüschtier :) Ihr kommt sehr früh im Spiel in ein Dorf, das weitgehend verlassen zu sein scheint und in dem vieles nicht in Ordnung ist. Verderbnis ist hier eingezogen, die sich in Form von krank aussehenden Pusteln und Ranken zeigt. Ihr lernt, dass ihr einigen Geistern helfen müsst, die unter besonders dramatischen Umständen zu Tode gekommen sind und diesen Ort hier durch ihre negativen Emotionen vergiften. Also macht ihr euch auf, sammelt Erinnerungen dieser Geister und stellt euch ihnen dann im Kampf. Soweit die Story. All das gefällt mir gut und hat mich durchaus motiviert weiterzuspielen.

An diesem Punkt muss man einfach die Grafik und die Welt loben. Die Rot sind süß, aber auch alle anderen Charaktere sind wundervoll gestaltet und passen perfekt in diese Welt. Die Welt erinnert an einen Animationsfilm und es ist beeindruckend dass ihr immer wieder Aussichtspunkte erreicht von wo aus ihr viele Orte seht an denen ihr bereits wart oder an die ihr noch gehen werdet. Dabei macht Kena keinen sonderlichen Bohei daraus, sondern es führt euch einfach auf natürliche Art und Weise an diese Orte und zumindest ich musste immer mal wieder mit großen Augen schauen, einfach weil es so toll aussieht. Die Unterschiedlichen Bereiche bereiten einfach Freude, wirken abwechslungsreich und es macht Spaß in dieser Welt zu sein. Manche Teile wirken bedrohlich, manche fröhlich und insbesondere die Übgänge wenn ihr einen Ort von der Verderbnis befreit und er hin zu einem blühenden, farbigen Paradies wird, macht sehr viel Freude. Den Entwicklern ist das offentlich auch bewusst, denn immer wieder könnt ihr Collectibles finden, die ihr dann zurück ins Dorf bringen könnt um einen weiteren Ort von der Verderbnis zu befreien. Das ist motivierend und macht Spaß danach zu suchen, insbesondere weil es wieder Hinweise dafür gibt, wo ihr suchen müsst. Super gelöst. Das ganze wird durch einen schönen, wenn auch wenig aufdringlichen Soundtrack unterstützt.

Gameplay-Technisch hat Dago bereits angesprochen, dass es sich um ein recht reinrassiges Action-Adventure handelt: Es gibt Nahkampf, Bogenschießen, ihr könnt "Bomben" werfen und bekommt noch Spezialfähigkeiten, die umso mächtiger und umfangreicher werden je mehr von den kleinen Rot ihr einsammelt. All das ist schön und gut, mein Hauptproblem mit dem Spiel liegt aber genau beim Gameplay. Das Problem selbst wird auch noch nicht gleich klar, sondern erst im Verlauf des Spiels, insbesondere wenn man relativ weit fortgeschritten ist. Kena ist um es so auszudrücken für ein Spiel mit Cutsie-Faktor echt bockschwer. Das kommt vielleicht erstmal überraschend, zumindest hat es mich überrascht, aber erstmal fand ich das gar nicht so tragisch. Das Schlimme kommt erst im späteren Verlauf wenn die Gegner stärker werden. Dann stellt man nämlich leider fest, dass Kena zwar zunehmen schwerer wird, aber gleichzeitig die Steuerung eurer Heldin und auch das ganze Gameplay-Design nicht genau genug ist, als dass man sicher gegen die Feinde vorgehen könnte. Viel zu oft fresst ihr einfach aus Bullshit-Gründen Schaden oder sterbt sogar. Die Bossgegner haben oft Angriffe die eine extreme Weitreiche haben und ihr habt oft nur zwei oder drei Möglichkeiten euch während des Kampfes zu heilen (nicht vollständig wohlgemerkt). Ihr habt eine Ausweichrolle zur Verfügung, aber es gibt keine Invincibility-Frames, so dass ihr damit klug ausweichen könntet. Die Kamera spielt manchmal einfach verrückt, visiert den Gegner an, obwohl ihr eigentlich einen Heilpunkt anvisieren wollt. Ihr könnt Angriffe parieren, aber viele der Angriffe eurer Gegner werden von diesen nicht ausreichend oder sogar verwrirrend angekündigt, als dass ihr schnell genug darauf reagieren könntet. Entsprechend müsstet ihr während den Kämpfen immer wieder gewaltige Genauigkeit unter Beweis stellen, habt aber nicht genug Information um das sicher hinzubekommen. Immer wieder ist eure Heldin klar außerhalb des Angriffsgebiets des Gegners und er bekommt euch trotzdem zu packen, weil er wohl eine etwas größere Hitbox hat, als man sieht. Das ist einfach Bullshit und extrem frustrierend und hat mir Kena äußerst madig gemacht. So madig tatsächlich, dass ich mehrmals kurz davor war aufzuhören.

Alles in allem muss ich sagen, hinterlässt Kena einen faden Nachgeschmack, was bei dieser Art von Spiel mit einer so wundervollen Präsentation einfach traurig ist. Entweder hätte man noch weiter am Gameplay feilen müssen oder den Schwierigkeitsgrad nach unten drehen müssen, so zumindest meine Meinung :) So war es eine eher frustige Angelegenheit was ich sehr schade finde.

Achja @Dago: Ich hatte etwas über 80 Rot gefunden und insgesamt gibt es 100 :)

Beitrag » 13. Dez 2021 10:29 #3439

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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

SierraLeon hat geschrieben: 12. Dez 2021 22:08 Die Bossgegner haben oft Angriffe die eine extreme Weitreiche haben und ihr habt oft nur zwei oder drei Möglichkeiten euch während des Kampfes zu heilen [...]

Alles in allem muss ich sagen, hinterlässt Kena einen faden Nachgeschmack, was bei dieser Art von Spiel mit einer so wundervollen Präsentation einfach traurig ist. Entweder hätte man noch weiter am Gameplay feilen müssen oder den Schwierigkeitsgrad nach unten drehen müssen, so zumindest meine Meinung :) So war es eine eher frustige Angelegenheit was ich sehr schade finde.

Achja @Dago: Ich hatte etwas über 80 Rot gefunden und insgesamt gibt es 100 :)
Weitreiche finde ich gut. :D

Auf welchem Schwierigkeitsgrad hast du gespielt? Ich habe ja, wie immer, auf dem einfachsten gespielt und da war das Spiel zwar auch ungewöhnlich knackig für ein modernes Game, aber ich habe alles problemlos geschafft. Kann die Kameraprobleme aber nachvollziehen. :)

Ich habe 64 gefunden, weil ich im Wald so gut wie keine gefunden habe. Vielleicht suche ich irgendwann noch den Rest, weil ich sie so cute finde. :D
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Beitrag » 13. Dez 2021 11:17 #3440

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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von SierraLeon »

The Gravedagokck hat geschrieben: 13. Dez 2021 10:29 Weitreiche finde ich gut. :D

Auf welchem Schwierigkeitsgrad hast du gespielt? Ich habe ja, wie immer, auf dem einfachsten gespielt und da war das Spiel zwar auch ungewöhnlich knackig für ein modernes Game, aber ich habe alles problemlos geschafft. Kann die Kameraprobleme aber nachvollziehen. :)

Ich habe 64 gefunden, weil ich im Wald so gut wie keine gefunden habe. Vielleicht suche ich irgendwann noch den Rest, weil ich sie so cute finde. :D
Wow ... Weitreiche ... zu meiner Verteidigung: Ich hatte gestern impfbedingten Wolkenschädel :ugly:

Ich hab auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad gespielt, was ich meistens mache, weil ich davon ausgehe, dass die Entwickler das Spiel dafür balanciert haben, sofern nicht anders angemerkt :)

Beitrag » 13. Dez 2021 20:50 #3441

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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Crizzo »

Forza Horizon 5
Forza Horizon 5 05.12.2021 14_20_06_klein.png
  • System: PC, Einstellungen: maximale Details unter 1440p
  • Spielzeit: ca. 44h
  • Steuerung mit Gamepad
  • Schwierigkeitsgrad: 3. von oben (ergo Experte)
Kurz vorne Weg. Der Schwierigkeitsgrad geht noch 2 Stufen nach oben und ist nicht so richtig gut ausgewogen d.h. in vielen Rennen hätte ich auch auf Profi spielen können, andere war auf Experte doch eher mühsam. Die Performance der KI hängt ziemlich stark vom Auto und der Strecke ab. Gefahren bin ich jetzt quasi jedes Rennen und könnte noch ein paar XP und Schnellreise-Schilder suchen und noch 300 Autos fotografieren, vmtl. ungefähr genauso viele kaufen und fahren und noch ein paar Häuser kaufen und weiß der Geier noch alles. Zusammen mit den Season-Events gibt es halt schon super viel, zum Glück sind die Filter in den Menüs und auf der Weltkarte sehr powerful.

Alles in allem ist das ein cooles Open-World-Rennspiel mit sehr viel liebe zu Details bei den Autos und auch ganz schöne Strecken, Landschaften (mehr Klimazonen und Abwechslung als bei Game of Thrones) und okayem Soundtrack.
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Was man halt wirklich abkönnen muss sind zwei Dinge: 1. diese Dialoge, Gespräche und Einwürfe der NPCs sind teilweise hart über der 15 IQ Grenze oder zum Fremdschämen, aber man gewöhnt sich dran bzw. wird dann halt weniger. 2. Man bekommt für jeden (!) scheiß XP-Punkte, du wirst quasi für alles und jeden belohnt und bekommst auch ständig irgendwelche Dinge zugeschustert: Autos, Skins für deinen Charakter (unglaublich wie man sich über ein paar Socken im Wheel-Spin freut, wenn dadrüber 250.000 Credits sind und unten drunter ein 4.000.000 Credits teures Auto :uglycafe: ), Hupen (man kann aus 200 {grob geschätzte Anzahl} Hupen-Tönen wählen, wozu auch immer^^) und halt Credits. Das ist ein wenig doof, weil man zwar Rekorde und extra Wertungen jagen kann, aber man im Endeffekt auch ständig verlieren kann und kommt trotzdem irgendwie voran, wirklich scheitern kann man nur in wenigen Storymissionen oder bestimmten Rennen.

Optisch sieht das Spiel echt geil aus, läuft super flüssig und vor allem die Beleuchtungseffekte sind super. Auch wenn die Brocken durch die Gegend fliegen, man durch Wasser fährt oder zu geregnet und dann die Scheibenwischer aktiv wird oder dein Auto nach der Zeit beim fahren durch Felder, Dschungel oder Feldwege dreckiger und dreckiger wird. Sehr cool. Schadensmodell ist allerdings nur optisch verfügbar und die Reifen können kaputt gehen, aber das ist irgendwie unnötig. Hab ich dann ausgeschaltet.
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Tunen kann man die Autos sowohl optisch als auch von der Leistung her und das ist ein super Sandkasten, um die Autos extrem bunt zu machen und zu verbessern. So ein 7,2 L V8 in einem alten Van ist schon geil, dann im Drag-Rennen als Sleeper alle anderen zu versägen. :ugly: Wenn man da keinen Bock drauf hat, kann man auch automatisch auf eine bestimmte Leistungs-Stufe die Autos tunen lassen oder sich fertige
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Technisch hat das Spiel im aktuellen Zustand noch Luft nach oben. Ich meine jetzt nicht die Musik oder die Grafik, sondern die Stabilität und insbesondere die vernetztende Features. Es stürtze doch relativ häufig auf den Desktop ab. Es hilft, wenn man alles deaktiviert, was irgendwie Overlays oder anderes triggern könnte, ergo Mail-Programm, Steam, Discord etc. alles aus. Bei manchen Settings von MSI Overclocking-Tools oder FPS-Anzeigen oder Virenscannern startet es gar nicht. Manchmal hängt es sich auch einfach beim Laden auf oder hängt in so einem Loop fest.

Ärgerlich In-Game ist allerdings, dass die Straßen im Offline-Modus brutal voll sind und im Online-Live-Modus von sehr wenig bis überhaupt (nada, nüx mehr los) kein Auto mehr rumfährt, keine NPCs, keine Drivatare, nix. Und das wird mal von irgendwelchen Events oder Rennen getriggert oder geht gar nicht. Die ersten Tage hat das Spiel auch ständig die Verbindung zum Server verloren und dann mit dem Hinweis genervt. Führte dazu, dass ich dann im SP Modus blieb. Auch viele Events mit anderen Spielern funktionieren so lala. Eine Horizon Arena oder Battle-Royale oder ähnliches, klappt dann 1 Runde und in der nächsten sind nur noch kaum bis keine Mitspieler mehr da. Hab dann Kronen-Diebstahl 3vs1 gespielt, was dann halt total witzlos ist.

Alles in Allem aber sehr spaßig und fürs entspannte Feierabend zocken definitiv okay. Dank Gamepass-Angebot hat es mich auch nur 1 gekostet. :)

8/10
Forza Horizon 5 12.11.2021 15_51_03_klein.png
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Beitrag » 14. Dez 2021 19:35 #3442

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Crizzo
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Crizzo »

Call of Duty - Modern Warfare (2019)
  • System: PC, Einstellungen: maximale Details unter 1440p
  • Spielzeit: ca. 8h (obern Daumen)
  • Steuerung natürlich mit Maus und Tastatur
  • Schwierigkeitsgrad: Söldner (die goldene Mitte)
Kurz und knackiges Solo-Kampagne mit abwechslungsreichen Missionen. Mal krach-bumm, mal in großer Gruppe, mal alleine im Stealth-Einsatz oder aus der Entfernung mit einem Sniper. Die Waffenauswahl ist wohl guter oder CoD-mäßiger Standard. Die Grafik sieht sehr hübsch aus, der Sound rummst und sogar die Story macht Spaß, nimmt sich auch Zeit für Rückblenden und verpasst den Charakteren sogar teilweise eine für ein CoD untypsiche Tiefe und Persönlichkeit. Wieder mit dabei, Captain Price, ich weiß nicht, wie oft sie den schon wiederbelebt haben. :ugly:

Spielt sich recht flott durch, gab aber so einige Stellen, wo ich doch ordentlich knabbern musste, weil man doch wieder von einem explodierenden Auto, Fass, Granate oder Kugel dahin gerafft wurde und sich vor lauter Kugelhagel erstmal orientieren muss, wo zum Teufel denn jetzt wieder Feinde her kommen. :)

Hab lange keinen Shooter mehr gespielt. Machte Laune, leider locker um 50-100% zu kurz. Meine Begeisterung für MP und hält sich aber in Grenzen. Von daher, kommt jetzt ein neues Spiel dran.

8/10

PS: Extra weird ist die Implementierung in Battle.net bzw. wie das Menü aufgebaut ist. Obwohl man CoD - Modern Warfare (2019) kauft, startet man aus dem Battle.net Launcher Cod Warzone MW, dort wird man aktuell überall mit "CoD Warzone Pacific"-Banner und Bilder erschlagen. Im Menü sind dann 4 Hauptmenü sind dann vier Spalten mit CoDs in der Auswahl u.a. Vanguard und diese Warzone Pacific. Letzteres schmückt dann auch noch den Lade-Screen zu CoD MW und erst wenn man das dann auswählt, kommt man wohl ins Spiel. :vogel: UI/UX direkt aus der Hölle.
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Beitrag » 14. Dez 2021 22:16 #3443

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Yakuza 0 - 7/10
Jetzt habe ich ein ganzes Spiel auf Japanisch gespielt und trotzdem bleibt nur "Nani?!" und "Arigato!" hängen. Na toll, zum Glück habe ich noch sechs weitere Teile vor mir. :ugly:
Ich wollte die "Yakuza"-Reihe unbedingt mal anspielen, weil sie ja hier im Westen seit einiger Zeit stark promotet wird und mit "Judgement" ja auch schon einen Ableger hervor gebracht hat. Zugegeben, die fehlende Lokalisierung hat erstmal Stirnrunzeln verursacht, aber letztlich passt die japanische Sprache hier auch einfach besser in diese urjapanische Geschichte.
"Yakuza 0" ist ein Prequel zur Serie und daher ist es auch sinnvoll, als Neueinsteiger hier anzufangen. Man kommt ins Japan der späten 80er Jahre und wechselt zwischen den beiden Protagonisten Kazuma Kiryu und Goro Majima, welche wohl auch in den kommenden Teilen tragende Rollen spielen werden. Dabei ist das Gameplay des Hauptspiels ein Wechsel zwischen recht langen Zwischensequenzen, Rumlaufen und Prügeleien, Abwechslung in Form einer Drive-By-Sequenz bleiben leider einmalig. Die Nebenbeschäftigungen sind zahlreich und da liegt auch eine große Stärke von "Yakuza 0", gerade die Side Stories sind zwar spielerisch ähnlich abwechslungsarm, erzählen dafür aber schöne bis bizarr-komische Geschichten. Sei es nun der notgeile Typ in Unterwäsche, der immer wieder fappen muss, die Mutter, die ihre Tochter an einen ominösen Kult verloren hat oder die Dominatrix, die keine Leute erniedrigen kann: all das war sehr witzig mit zu verfolgen und ich finde es schade, dass ich recht viele Side Stories verpasst habe, weil sie per Hand gesucht werden müssen und da hatte ich keine Lust zu. Habe nur die mitgenommen, über die ich gestolpert bin.
Ansonsten ist die Hauptstory aber auch ein spannender Thriller mit vielen Charakteren mit Wiedererkennungspotential. Ich bin mal gespannt, wohin die Reise in den Folgeteilen noch geht. Wer sich von der Sprache und den WIRKLICH langen Videosequenzen (ich hab auf die Uhr geguckt, die Endsequenz geht 40 Minuten+) nicht abschrecken lässt, ist hier gut bedient.
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Beitrag » 15. Dez 2021 20:52 #3444

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BlackDead
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

Spider-Man Miles Morales

Dieser Ableger bietet mehr vom gleichen aber zu wenig neues um als wirklich Nachfolger durchzugehen, ist aber trotzdem unterhaltsam genug und ist trotz typischer Open World Mechaniken nicht allzu lang und zieht sich glücklicherweise nicht allzusehr in die Länge.
Spielerisch hat sich nicht allzu viel getan, man spielt den Spider-Man Lehrling Miles Morales der zwar ein paar andere Techniken mitbringt und auf weniger Gadgets setzt aber die spielerischen Unterschiede sind nur marginal.
Immernoch besteht das Gameplay aus einer Mischung aus simpel gehaltenen Kämpfe die nur auf den höheren Schwierigkeitsgrad ein wenig fordernder sind und diversen Schleicheinlagen die dank neuer Tarnfähigkeit manchmal etwas zu trivial sind.
Zwischen den einzelnen Missionen darf man sich auch wieder durch die Stadt schwingen und das fühlt sich immer noch hervorragend an und macht echt Spaß.
In der Stadt gibt es die übliche Mischung aus Hauptmissionen, Nebenmissionen die sich alle sehr ähneln und diversen Sammelkram aber alles in einer überschaubaren Anzahl weswegen das komplettieren glücklicherweise nicht in Arbeit ausartet.
Die Handlung fand ich eher belanglos und wenig originell und hat höchstens hier und da nette Charaktermomente.
Grafisch hat mir das Spiel auf der PS5 wirklich sehr gut gefallen und hat einige nette Effekte.

Insgesamt zwar ein unterhaltsamer Titel aber den ich nur empfehlen kann wenn man den Vorgänger mochte und man noch ein wenig mehr vom gleichen möchte.

Beitrag » 26. Dez 2021 16:29 #3445

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Rumple
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Rumple »

Dysmantle

Es ist eigentlich purer Grind, entwickelt doch eine ziemliche Sogwirkung. Das "besondere" an dem Spiel ist, dass man fast alles kaputt kloppen kann. Die entsprechende Ausrüstung vorausgesetzt.

Habe nicht alles kaputt gekloppt, nicht alles Grabungsorte, Angelplätze, etc. erledigt, aber doch einiges geschafft. Man kann die befreiten Gebiete nochmal mit schwerern Gegnern füllen, aber dafür fehlte mir die Motivation. Es gibt keinen wirklichen Grund das alles nochmal zu machen, wenn man schon alles freigeschaltet hat.

Die Geschichte ist zweckmäßig, den Twist habe ich dann recht früh vermutet, aber für das Spiel doch ganz nett.

Wenn man ein grindiges Spiel sucht, bei dem man nicht viel nachdenken will, kann man es sich durchaus mal angucken. Fand es ganz nett um nebenbei Podcasts zu hören.

An anderen Tagen würde es mich aber wahrscheinlich ankotzen. :ugly:
"Versuchen ist der erste Schritt zum Versagen!" H.S.

Beitrag » 26. Dez 2021 16:50 #3446

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BlackDead
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

Demon's Souls (PS5)

Das Original auf der PS3 habe ich damals kaum gespielt aber da ich die Souls Reihe recht gerne mag war ich froh über dieses Remake.
Wenn man die Nachfolger kennt wird man sich sofort zurechtfinden auch wenn die Struktur noch ein wenig anders ist, so gibt es ein Hublevel von dem in fünf verschiedene Levels aus reisen kann, im Hublevel kann man aufleveln, sein Lager verwalten, neue Zauber lernen bzw. seine Waffen reparieren bzw. verstärken.
Die einzelnen Level sind dann aber relativ geradlinig aufgebaut und sind noch nicht ganz schön verzweigt wie man es von späteren Teilen kennt, auch sind die Abkürzungen ziemlich rar und die Wege zu einen Boss sind manchmal etwas zu lang.
Der Schwierigkeitsgrad ist zwar wieder relativ gnadenlos aber wenn man die Reihe kennt wird man recht gut durchkommen, vor allem die Bosse sind überraschend einfach und ich habe die Meisten bereits beim ersten Versuch erledigt weswegen ich es tatsächlich als leichtesten Teil der Souls Reihe ansehen würde.
Viele Sachen sind aber noch kryptischer als in anderen Teilen und wenn man nicht aufpasst verschwinden zum Beispiel die NPCs die einen neue Zauber beibringen. Ein Ding was ich auch recht nervig fand ist ein Gewichtslimit beim Inventar so dass man nicht mehr endlos Gegenstände mitnehmen kann, zwar kann man alles in einer Lager schicken aber ich fand es recht lästig.
Grafisch ist das Remake wirklich gut gelungen und es sieht auf der PS5 richtig gut aus und läuft absolut flüssig, auch Sounddesign und die Atmosphäre können überzeugen.
Insgesamt also ein für mich empfehlenswerter Titel egal ob man die Reihe bereits kennt oder nicht.

Beitrag » 26. Dez 2021 22:42 #3447

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Yakuza Kiwami - 7,5/10
Das Remake des ersten "Yakuza"-Teils, der ursprünglich noch für PS2 erschien, spielt sich dem Prequel recht ähnlich und wenn man dieses, so wie ich, vorher gespielt hat, dann findet man sich in der Story auf jeden Fall besser zurecht als ohne. Wie gesagt, spielerisch sind es eher Kleinigkeiten, die sich getan haben, so bekommt man jetzt Erfahrungspunkte für umgehauene Gegner und kein Geld mehr (das gibt es natürlich trotzdem noch für Items und Essen und so), es gibt vier Kampfstile die man aufleveln kann (davon einen nur durch das ständige Gebeule mit Goro Majima) und die üblichen Nebenaktivitäten, die mal mehr, mal weniger skurril sind.
Ich habe von den Nebenquests nur das mitgenommen, was mir während des Spiels über den Weg gelaufen ist und habe mich sonst auf die Hauptstory fokussiert, die mir in der Serie wirklich am wichtigsten ist und ich habe Sorge, sie durch zu viele Baseball-Partien oder Porno-DVD-Club-Besuche zu verwässern. Denn die war wirklich spannend und sorgte auch dafür, dass dieser Teil von mir einen halben Punkt mehr spendiert bekommt als der "Vorgänger". Nun geht es weiter mit "Kiwami 2", was ich echt spannend finde, weil ich keine Ahnung habe, wie es nach DEM Finale von Teil 1 weitergehen soll.
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Beitrag » 2. Jan 2022 17:52 #3448

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Crizzo
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Crizzo »

Shadow Tactics: Blades of the Shogun - Aiko's Choice

Ein nettes, kleines, spaßig Addon zum Hauptspiel, dass mich jetzt knapp 9h beschäftigt hat. 3 kleine und 3 großen Missionen beschäftigen sich mit Aiko's Vergangenheitsbewältigung und werden zeitlichen zwischen zwei Missionen des Hauptspiel eingeschoben. Man spielt die 5 bekannten Charaktere und ihren gewohnten Fähigkeiten. Die Missionen sind abwechslungsreich und fordernd.

8,5/10
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Beitrag » 6. Jan 2022 14:37 #3449

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Crizzo
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Crizzo »

Age of Empires 4
aoe4.png
  • System: PC in 1440p und höchsten Details
  • Spieldauer: ca. 25-30h
  • Schwierigkeitsgrad: Einfach bis Mittel (es gibt noch einen Story-Mode und einen Schwierig in der Kampagne)
Habe gerade die letzte von 4 Kampagnen durchgespielt und ein bisschen Multiplayer gespielt. Im MP gibt es acht Völker: Engländer, Franzosen, Chinesen, Heilige Römisches Reich, Mongolen, Rus, Delhi-Sultanat, Abbasiden-Dynastie
Infos zur Mission und schöne Ladescreen-Bilder.
Infos zur Mission und schöne Ladescreen-Bilder.
Zur Kampagne ein paar Rahmenbedingungen. Man verfolgt keine Person oder Familie alleine, wie es noch in AoE2 DE oft der Fall war, sondern spielt eins von vier Völkern (Rus, Mongolen, Frankreich und England/Normannen) und begleitet diese durch die Jahrzehnte oder Jahrhunderte. In den Kampagnen kämpft ihr innere Konflikte und Schlachten der Zeitgeschichte mit anderen Ländern aus (z.B. Mongolen vs. Rus oder Mongolen vs. Chinesen). Ein wenig Gewöhnungsbedüftig ist die Erzählstimme, die Live im Spiel teilweise das Geschehen kommentiert. Zwar ist sie von außerordentlich hoher Qualität und hört sich gut und verständlich an, doch es wirkt schon seltsam, wenn man gerade selbst die Mauer durchbrochen hat und dieser Trigger dann ein "Und die Mongolen konnten mit ihren Gegengewicht-Trebuchet die Mauer einreißen und die Stadt stürmen" aus dem Off kommt. Begleitet wird die Kampagne nicht nur durch Animationen, InGame-Videos sondern durch Reale-Videos von Städten, Orten, Burgen aus dem 21. Jhrd. in die dann gelbe Figuren-Kämpfer eingearbeitet sind. Dazu kommen noch kleinere Texte über z.B. die Seidenstraße oder Iwan der 4. und so wenige Minuten lange Info-Filme über z.B. den Langbogen, die Lebensweise im Heer von Rittern, dem Komposite-Bogen der Reiter oder den Helmen der Rus im Vergleich zu West-Europa. Sehr cool! :)

AoE4 spielt sich wie ein RTS sich eben so anfühlt. Mal Missionen mit Basis-Bau und Ressourcensammeln, mal nur mit ein paar Truppen und dann das recht überliche Muster: verteidige X, nehme A ein, beschütze B, suche C, baue Y etc. Trotzdem spielen sich die 4 Völker in der Kampagne angenehme abweichslungsreich, insbesondere die Mongolen, dessen Basis man einfach einpacken und weiterziehen kann und die durch Plündern und Brandschatzen eine ordentliche Einnahme-Quelle haben. Der Schwierigkeitsgrad ist ziemlich knackig, während mancher Missionen war mir "Mittel" zu streßig oder zu schwer, dann habe ich auf Einfach heruntergeregelt. Was mir dann ab und zu wieder zu leicht war, aber eben trotzdem kein Selbstläufer ist. Für alle die nur die Story verfolgen wollen, gibt es noch den "Geschichte"-Modus und alle denen Mittel zu lasch ist, können noch mit "Schwer" einen Schippe drauflegen.
Die Grundlagen werden in kleinen Tutorial-Missionen ziemlich gut erklärt! :)
Die Grundlagen werden in kleinen Tutorial-Missionen ziemlich gut erklärt! :)
InGame fehlt dem Spiel noch wenig der Feinschliff. Ein paar Komfortfunktionen, die es in AoE2 DE noch gibt, fehlen oder sind umständlicher geworden. So hab ich bis zum Ende nicht rausgefunden, wie man eine Einheiten Gruppierung wieder rückgängig machen kann :ugly: und eine Produktionsanzeige für alle Dinge inkl. Forschung fehlt auch. Man hat einfach schwer den Überblick, ob man jetzt noch produziert oder es wieder vergessen hat und muss dann die Gebäude anwählen, die man immerhin gruppieren kann.

Patroullieren, einer Einheit folgen oder eine Einheit beschützen fehlt gänzlich. Es gibt auch weniger Einstellungen für die Aggressivität. Konnte man in AoE2 DE noch einstellen, wie aktiv Gegner verfolgt werden, geht das hier nicht. Ein "Stellung halten" lässt die Einheit zwar verharren, aber scheinbar IQ = 0, die bewegen sich dann nicht mal mehr wenn sie angegriffen werden.

Manche Einheiten z.B. die Berittenen Bogenschützen der Mongolen sind echt super cool, weil man quasi im Vorbeireiten Gegner erledigen und zermürben kann. Allerdings gibt es keine "Plänkeln"-Option, für keine Fernkampfeinheit, somit muss man das manuell per Klickarbeit erledigen. Wenn es an mehreren Stellen brennt, verliert man so schon mal unnötigerweise seine ganze Reiterei an ein paar Speerträger, weil die nicht schön auf Abstand geblieben sind und man sie 20s alleine gelassen hat.
Das letzte was meine schöne Rus-Stadt gesehen hat, die ich so tapfer verteidigt habe: die goldene Horde
Das letzte was meine schöne Rus-Stadt gesehen hat, die ich so tapfer verteidigt habe: die goldene Horde
Auch ärgerlich sind teilweise die Belagerungswaffen. Kam öfter vor, dass die nur mit viel Mühe und mehreren Clicks überredet werden konnten jetzt endlich das verdammte Ziel anzugreifen, ka, wieso die Kanonen da so zickig sind. :rolleyes:

Ich hoffe da kommt noch der eine oder andere Patch, die übermächtigen Franzosen im Multiplayer hat man immerhin schon eingedampft.

Mal sehen, ob mich bei Zeiten der MP auch noch so an den Bildschirm fesseln wird wie der von AoE 2 DE. Die Kampagne werde ich aber definitiv nochmal spielen. :)

Also als RTS-Spieler sollte man wirklich zu greifen, ist ja auch nicht so, als hätte man groß Alternativen. :nice:

9/10
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Beitrag » 7. Jan 2022 14:52 #3450

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SierraLeon
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von SierraLeon »

Mein erstes beendetes Spiel dieses Jahr ist Biomutant.

Bei seiner Ankündigung habe ich mich sehr auf Biomutant gefreut, denn es sah hübsch aus, das Setting war frisch und alles in allem hatte ich Lust auf das Spiel. Als dann die Reviews rauskamen war ich doch ziemlich ernüchtert, denn durch die Bank weg wurde das Spiel als nicht sonderlich prickelnd bewertet. In einem Sale hab ich dann zugeschlagen und hatte mir vorgenommen, dass ich mir dieses Spiel während dem Winterurlaub vornehme und das hab ich getan: Heute ist mein letzter offizieller Urlaubstag und ich hab es beendet. Und tatsächlich muss ich sagen bin ich positiv überrascht nach all den miesen Bewertungen. Sicher Biomutant ist kein Meisterwerk, das für immer in meiner Erinnerung bleiben wird, aber das muss es ja auch nicht. Biomutant ist solide in dem was es tut, es hat gute Ideen, leidet ein wenig an mangelnder Abwechslung aber macht Spaß zu spielen und manchmal ist das ja auch vollkommen ausreichend.

Biomutant erinnert mich gewaltig an das Mad Max-Spiel von 2015. In meinem damaligen Review hier hatte ich geschrieben: "Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, macht Mad Max nichts kreatives, nichts neues, sondern geht die sicherste Route, die es gehen könnte (und diese noch nicht einmal supergut) und doch hat es mich für 25 Stunden wirklich großartig unterhalten." Diesen Satz könnte ich genauso für Biomutant formulieren. Insgesamt hab ich knapp über 20 Stunden gebraucht um es durchzuspielen, wobei ich einige aber nicht alle Sidequests gemacht habe. Irgendwo war für mich dann der Punkt erreicht, an dem ich mir dachte, dass es jetzt genug ist und das Spiel zu Ende gehen darf, also hab ich es zu Ende gebracht und Biomutant hat seine Zeit nicht überstrapaziert. Biomutant ist ein Open-Worldspiel, das eine klassische Openworld-Story erzählt, das ein nettes aber nicht übertrieben komplexes Kampfsystem hat, das ein nettes aber nicht übertrieben komplexes Craftingsystem hat und das nette aber absolut nicht komplexe Charaktere hat.

Natürlich macht es das richtig, was alle Openworld Spiele richtig machen müssen: Die Welt. Diese ist abwechslungsreich, es macht Spaß sie zu durchstreifen, unterschiedliche Biome zu entdecken, sich Wege auszudenken und verschiedene Gebiete überhaupt erst bereisbar zu machen, indem man das nötige Equipment dafür findet. Super dabei ist: Sobald ihr ein solches Biom betretet, das gerade dabei ist euch umzubringen (durch Hitze, Kälte, Biohazard, Strahlung oder Luftlosigkeit) wird euch auf der Karte markiert wo ihr eine Lösung für dieses Problem findet. Tatsächlich hatte ich dann fast schon Metroidvania-Assoziationen, denn um diese Stelle zu erreichen brauchte ich erst ein anderes Item und so weiter. All das hat gut geklappt und Spaß gemacht. Dass die Welt sehr schön gestaltet ist und ihr sie auf dem Rücken von unterschiedlichen, kreativen Reittieren bereisen könnt macht das Ganze dann umso erfreulicher. Während ihr die Welt durchstreift sammelt ihr Ressourcen, findet viele kleine Points of Interest, wo ihr Ausrüstung und co sammeln könnt und so weiter. Dabei kämpft ihr gegen eine große Vielzahl an verschiedenen Gegnern, sich hauptsächlich in 6 Kategorien einteilen lassen: Kleiner Gegner auf 2 Beinen, großer Gegner auf 2 Beinen, kleiner Gegner auf 4 Beinen, großer Gegner auf 4 Beinen, kleines Mistelementar und großes Mistelementar. Die restlichen Unterscheidungen gibt es zwar, aber sie sind eher gering. Mistelementar ist wohl nicht die offizielle Bezeichnung aber ich haaaasse diese Dinger :)

Einer der Hauptpunkte, die das Spiel besonders macht ist sein Setting. Es spielt in einer Postapokalyptischen Zeit, in der sich die Menschen durch Zerstörung der Natur, klimatische Erwärmung und Vergiftung der Luft (how very topical) selbst vernichtet haben und versehentlich dafür sorgten, dass allerlei Tiere plötzlich intelligent wurden. Ihr seid eines dieser Tiere und zu Beginn erstellt ihr das Aussehen eures Charakters, dabei basieren die Proportionen auf der Stufe eurer jeweiligen Attribute und euer Charakter kann irgendwo zwischen süß, cool und bescheuert aussehen. Auch alle Wesen die ihr trefft sind kleine oder große Pelztiere und auch die Gegner sind zum allergrößten Teil Pelzdinger, selbst die Elementare sind eigentlich süße Pelzlinge. Dadurch, dass es ein Zukunftsszenario ist, trefft ihr immer wieder auf Überreste der Menschheit, ihr findet ihre Straßen, ihre Eisenbahngleise und Brücken. Ihr findet ihre Häuser und Tunnel. Eure hauptsächlichen Sammelgegenstände sind frühere Techteile der Menschheit: Fernseher, Mikrowellen, Telefone und so weiter. Jedes davon setzt euch vor ein kleines - einfaches Rätsel, die allesamt nach dem gleichen Schema ablaufen. Auch hier hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht, aber sie sind schnell genug gemacht und sind nicht im Weg. Die Tiere haben andere Worte für die alten Gegenstände, die irgendwo zwischen süß und auf die Dauer riiiiichtig nervig liegen. Irgendwann hat man das Gefühl man wird dumm, wenn man das x-te mal das Wort Fry-Sparker, Gunsflexer, Chugyard oder Pingdish hört. Das führt auch direkt zu einem der größten Kritikpunkte für das Spiel: Alles wird von einem Erzähler ... erzählt. Die Tiere machen nur seltsame Quietsch- und Brabbelgeräusche und der Erzähler (in Form von eurer mechanischen Grille, glaube ich) übersetzt das dann für euch. Das hat drei nervige Effekte: Zum einen hört man immer den gleichen - wenn auch guten - Erzähler, zum anderen dauern Gespräche fast doppelt so lang wie sie dauern müssten und zum anderen hat man nie das Gefühl als würde jemand mit einem sprechen, denn sagt dann: "Er/sie sagt..." oder "Sie/er ist der Meinung, dass...". Das ist irgendwie unschön. Eigentlich würde der Erzähler nebenher auch noch immer wieder reden, das kann man aber mittels eines Schiebereglers einstellen wie häufig das passieren soll.

Die Story ist, wie bereits erwähnt eine klassiche Openworld Story. Es gibt eine Bedrohung für die Welt, gegen die ihr vorgehen müsst. Außerdem gibt es Stämme, die verfeindet sind und ihr schließt euch einem an um dann die anderen zu unterwerfen und so stückweise die Karte unter eure Kontrolle zu bringen. Jeder kennt das, es ist wie alle Openworld Stories erzählt werden. Größtenteils belanglos, aber auch die Story ist nicht unangenehm, von daher hat sie mich jetzt nicht gestört und manchmal hat sie mich schmunzeln lassen.

Alles in allem würde ich sagen Biomutant ist kein Meisterwerk, absolut nicht. Aber es war für mich solide Unterhaltung und wenn ein Biomutant 2 angekündigt werden sollte, in dem gewisse Verbesserungen vorgenommen werden, würde ich mich auch wieder darauf freuen. Es hat mir Spaß gemacht und hat mich super unterhalten. Ja es hat keinen großen Tiefgang aber das stört nicht. Es ist einfach nett in dieser Welt zu sein, zu kämpfen und zu erkunden und der Story zu folgen.

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