Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Alle Spiele, egal ob am PC, auf der Konsole oder dem Handheld werden hier diskutiert.

Beitrag » 2. Okt 2022 11:17 #3526

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Rumple
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Rumple »

BlackDead hat geschrieben: 25. Sep 2022 15:39 Return to Monkey Island

Der große Adventure Klassiker und einer der Spielereihen meiner Kindheit und Jugend ist zurück und zwar von den Originalmachern der ursprünglichen zwei Spiele. Kann es die glorreichen alten Tage wieder aufleben lassen?
Nicht ganz aber das ist aber auch nicht wirklich schlimm und es wäre sowieso nie geglückt und dass ist auch eins der Themen die dieses Spiel behandelt.
Spielerisch ist es ein klassisches Adventure durch und durch, in erster Linie gibt es Inventar- und Dialogrätsel zu lösen aber auch im schwierigen Modus sind sie nicht allzu schwer und innerhalb der Spiellogik gut lösbar. Es gibt auch ein Hinweissystem was ich recht gut verbaut fand und das ich hin und wieder benutzt habe für einen Denkanstoß.
Die Interaktionen sind im Vergleich zu früher eingeschränkter aber es spielt sich einfach sehr flüssig und es macht Spaß sich durch die Welt fortzubewegen und die Rätsel zu lösen.
Der Grafikstil ist sehr gewöhnungsbedürftig und ich bin auch kein wirklicher Fan davon aber wenn man es spielt ist es in sich stimmig und hat mich nicht wirklich gestört.
Was dafür überzeugt ist die hervorragende Musik besonders die flüssigen Übergänge zwischen den einzelnen Stücken haben mir gut gefallen. Auch die englischen Sprecher sind großartig aber die deutsche Synchro vermisse ich aber trotzdem sehr aber vielleicht wird die später noch nachgereicht.
Die Handlung ist eher simpel und das Ende ist mal wieder eher kontrovers und nicht wirklich zufriedenstellend aber ich denke ich verstehe schon warum es so endet wie endet.
Was ich dafür mochte waren aber die Dialoge und die allgemeine Stimmung das hat mir wieder sehr viel Freude gemacht.
Ich kann das Spiel auf alle Fälle empfehlen aber das gilt in erster Linie nur für Leute die die Vorgänger kennen den genau für die wurde das Spiel gemacht.
Ich spiele es gerade und bislang gefälllt es mir sehr gut. Wobei ich nicht verstehe wie die Triviakarten spawnen (bzw. respawnen) :ugly:
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Beitrag » 11. Okt 2022 17:05 #3527

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Judgment - 7,5/10
Ein Ableger der "Yakuza"-Serie im aus ebendieser bekannten Stadtteil Kamurocho. Nur spielt man hier den Detektiven und ex-Anwalt Takayuki Yagami, welcher mysteröse Mordfälle aufklären muss, die im Zusammenhang mit einer neuartigen Demenz-Medikation stehen. Das Ganze ist storytechnisch auf hohem Niveau erzählt und bietet bei den Nebenbeschäftigungen all das, was man auch schon aus den "Yakuza"-Spielen kennt inklusive Referenzen auf diese. Dabei rangieren diese Nebenquests hier auch zwischen spannend und total bekloppt (meist eher letzteres), was aber genau auch diesen Charme ausmacht, den die Spiele ausüben.
Spieltechnisch prügelt man sich durch Gegner, verfolgt sie des öfteren mal ohne entdeckt zu werden (was eindeutig die fadesten Abschnitte sind), liefert sich zu Fuß wilde Verfolgungsjagden und und und. Minispiele wie Darts, Baseball und co sind natürlich auch wieder am Start und einige Geheimnisse gibt es auch zu erkunden. Ich habe in den Titel 40 Stunden gesteckt und wer die bisherigen Spiele des Entwicklers mochte oder mit der Neuausrichtung von "Yakuza: Like a Dragon" nichts anfangen kann (ich habs noch nicht gespielt), der findet in "Judgment" eine schöne Ersatzdroge. Werde den Nachfolger auf jeden Fall auch noch spielen, wenn ich ihn besitze.
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Beitrag » 14. Okt 2022 17:53 #3528

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SierraLeon
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von SierraLeon »

Gestern habe ich God of War am PC beendet.

God of War ist eine Serie, die schon immer auf der Playstation zuhause ist, aber damals zu meiner Playstation 2 Zeit haben mich die Anfänge dieser Serie irgendwie nicht interessiert. Etwas schade im Nachhinein. Auf der anderen Seite emanzipiert sich der neueste God of War Teil soweit von seinen Wurzeln, dass es nicht allzu schlimm ist, wenn man die vorherigen Teile nicht gespielt hat. Nachdem also der neue Teil auf PC rauskam, war ich äußerst interessiert, da Sony meiner Meinung nach einer der wenigen Publisher ist, der noch diese großen gewichtigen Singleplayer Erlebnisse voran treibt - abgesehen von Nintendo natürlich. Man kann den Sonyexclusives vielleicht vorwerfen, das alle im identischen Genre ablaufen, eben im narratively driven 3rd Person Action-Adventure, doch wenn man gerade Lust auf diese Art Spiel hat, dann sind die Sonyspiele sicher qualitativ weit oben in diesem Genre angesiedelt. Das trifft auch auf God of War zu.

Storytechnisch macht God of War durchaus Spaß. Das Spiel nimmt sich nicht allzu ernst, während es seine Geschichte gleichzeitig mit einem ernsten Gesicht erzählt. Das ist etwas, das mir immer viel Spaß bereitet. Es hat nämlich zur Folge, dass den Charakteren immer wieder die unmöglichsten und geradezu lächerliche Dinge zustoßen, sie diese aber hinnehmen und durchleben als wäre all das völlig normal. Die Grundprämisse ist so einfach wie persönlich: Kratos bisherige Frau und die Mutter von seinem Sohn "Boy" Atreus ist verstorben und ihr letzter Wunsch war es, dass die beiden zusammen ihre Asche auf dem höchsten Gipfel verstreuen. Auf dem Weg dorthin trefft ihr viele skurrile Charaktere der nordischen Mythologie, die für das Spiel liebevoll adaptiert worden ist. Das macht Freude, insbesondere weil durch das Spiel hinweg immer wieder neue kleine Geschichten aus der nordischen Mythologie erzählt werden.

Gameplaytechnisch ist God of War ein schön flüssiges Abwechseln zwischen Kampf, Erkundung und Rätseln. Alle diese Teile funktionieren gut, denn die Kämpfe laufen flüssig und fühlen sich wuchtig an, man hat das Gefühl dass Kratos wirklich ein brutaler, erfahrener Krieger ist. Die Welt ist schön gestaltet und verwinkelt, so dass auch das Erkunden Spaß macht, insbesondere weil man überall auf kleine Secrets stößt. Die Rätsel werden zunehmend komplex ohne jemals zu überfordern und viele optionale Rätsel halten einen auch abseits der Hauptstory beschäftigt. Allerdings muss ich sagen, dass all das sicher nicht ohne Kritik bleiben sollte. Bereits zu Beginn erlebt ihr wie Kratos einen Mann durch einen Berg prügelt und gigantische Felsen auf diesen schleudert. Ihr erlebt wie Kratos sich durch Stein boxt und so weiter. All das ist fantastisch, wenn ihr dann aber nach einer solchen Szene wieder durch viele Draugr oder Trolle schnetzelt, wirkt das im Vergleich antiklimaktisch. Insbesondere habe ich oben bereits geschrieben, dass Kratos sich wie ein erfahrener Krieger anfühlt, nicht wie der Gott des Krieges und der Gewalt. Denn spätestens wenn man gesehen hat, wie ganze Landschaften sich spalten unter Kratos Hieb, fragt man sich wo diese Schläge nach der Zwischensequenz hingegangen sind. Darüberhinaus führt es auch das Upgradesystem, das euch erlaubt neue Fähigkeiten und Kombos zu erlernen, ad absurdum. Kratos ist bereits zu Beginn unglaublich mächtig, wie kommt es dass er viele dieser Dinge noch nicht beherrscht? Und zu guter Letzt ist die Gegnervielfalt etwas arg eingeschränkt und man hätte sich hier ein wenig mehr erhofft.

Die Welt ist wie gesagt wundervoll gestaltet und es macht viel Spaß sich in ihr zu Bewegen, doch fragt man sich was mit den ganzen Leuten passiert ist. Warum ist niemand hier? Wir treffen ungefähr 10 Charaktere während dem Spiel und diverse Tote und das wars. Wie kommt das? Das ist mir nicht gänzlich klar muss ich sagen. Die Grafik ansonsten ist umwerfend und auch das Sounddesign und die Musik bereitet Freude. Auch Kratos, sein Sohn und die anderen Sprecher klingen überzeugend.

Allerdings, zugegeben, sind das Kritikpunkte auf sehr hohem Niveau. Denn an und für sich macht das Spiel alles richtig und es hat mir mir einen gigantischen Spaß gemacht. Bleibt zu hoffen, dass der Nachfolger auch viel Neues bringt - und ebenfalls irgendwann für PC erscheint :)

Beitrag » 16. Okt 2022 10:27 #3529

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Rumple
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Rumple »

Kena: Bridge of Spirits

Welt, Geschichte und Charaktere sind schön gemacht. Grafisch ist das alles sehr hübsch.

Spielerisch selbst ist leider recht repetitiv und bietet da auch nicht viel Abwechslung. Die Kämpfe haben das Spiel für nochmal wesentlich schlechter gemacht. Kampfsystem, Kamera, etc. sind nicht gut genug und machen es teils sehr frustrierend. Gegnervielfalt ist auch nicht besonders groß. Besonders die letzten Bossgegner waren furchtbar und hatten den Eindruck nochmal runtergerissen.
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Beitrag » 24. Okt 2022 22:57 #3530

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Crizzo
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von Crizzo »

A Plague Tale - Requiem
A Plague Tale_ Requiem - Windows 18.10.2022 15_19_41.jpg
  • System: PC
  • Settings: Ultra @ WQHD
  • Schwierigkeitsgrad: Normal (Einfach und Schwer noch verfügbar; sowie New-Game+)
  • Spielzeit: Circa 12-15h
Kurz zur Story von Teil 2: Amicia mit ihrem Bruder Hugo und ihrer Mutter, sowie dem "Lehrling" Lucas begleiten einen durch das 14. Jahrhundert in Frankreich. Der kleine Hugo ist was besonderes und auch besonders krank. Während seine Schwester Steine schleudernd mit ein paar Alkemie-Tricks und später einer Armbrust quasi der Beschützer des kleinen Hugo ist. Insgesamt ist das Spiel allerdings als Schleichspiel ausgelegt, für den offenen Kampf fehlt es oft an Feuerkraft und Personenanzahl. Die dennoch ab und zu auftretenden Kämpfe erfordern Deckung, Geduld und einen schlauen Einsatz des Equipments. Nervig ist da, wenn man einen Konter vermasselt, "saugen" einen die Gegner für den Niederschlag quasi heran und dann ist GameOver. Der nächste Checkpoint ist euer Freund.
A Plague Tale_ Requiem - Windows 21.10.2022 13_45_37.jpg
Nicht so euer Freund ist die Technik abseits der tollen Grafik und des wirklich schönen Soundtracks. Die Welt ist einfach unfassbar atmosphärisch und wirklich sehr sehr schön gemacht. Nachteil an der Sache, die fehlende Man-Power beim Entwickler merkt man dabei an der Performance am PC, Nachladeruckler und geringe Frames selbst auf sehr ordentlichen Rechnern inklusive. Die Steuerung für Maus und Tastatur ist gelungen, wenige Probleme gibt es aber bei so verschiebbaren Karren. Die steuern sich imho gruselig. Auch blöd, wenn man mit NPCs redet oder manche Punkte auswählen soll, geht das oft nur von links oder rechts oder vorne, also darf man sich erst in Position bringen und drückt dann die Taste. Und am Gamepad wählt man aus den Waffen oder der Hand aus, da hab ich öfter mal die Schleuer verfehlt und einen wertvollen Pfeil verschossen, doof. Auch hatte ich insgesamt 3 Bugs, die das weiterspielen behindert haben. 2mal konnte er nur durch einen Neustart des Kapitels gelöst werden, 1mal kam nach einer Ewigkeit endlich ein Sprachfetzen, der offenbar die unsichtbare Wand gelöst hat.

Überhaupt ist das Spiel sehr linear, oft gibt es nur genau eine Lösung oder man kann sich überlegen, ob man die Wiese links oder rechts rum durchläuft. Die Welt ist sehr schön, aber eben nur eine einfache Kulisse. Wenn die NPCs auf einem Markt oder Camp ihren Satz gesagt haben, stehen die stummrum und reagieren nicht mal, wenn man sich anrempelt. Gerade neben Kisten, Karren und Co, stehen NPCs auch oft so im Weg, dass der Weg versperrt ist. Gibt eben nur den einen Weg.
A Plague Tale_ Requiem - Windows 18.10.2022 18_35_57.jpg
Wie alle Stealth-Spiele gibt es gewisse Mechaniken, die man akzeptieren muss, sondern regt man sich quasi ständig auf. Ablenkung via Stein, geht nur in einer Situation (wenn man hohen Gras droht entdeckt zu werden), ansonsten muss man den Stein auf eine Kiste mit Metalkrams werfen oder einen kostbaren Tontopf opfern. Letzterer kann mit Teer, Feuer oder Anti-Feuer oder Rattenlockstoff befüllt werden. Die Fähigkeiten bzw. das weiter entwickeln oder Upgraden der Ausrüstung ist imho komplett fürn A... Dass hätte man sich komplett schenken können, so wirklich relevant die Verbesserungen eh nicht und da man, wenn man nicht der Über-Loot-Boy ist, eh nicht alles ausbaut, muss es sowieso immer ohne diese Teile gehen.

Wird man erwischt, stirbt man. Fällt man den Ratten zum Opfer, ist auch Ende im Gelände. Später gibt es dann noch einen Notfall-Modus, aber auch der ist endlich. Also startet man am letzten Checkpoint neu, manchmal kam ich so an Stellen raus, an denen war ich noch gar nicht. Nur weil ich kurz vorm Tod noch einen neuen Abschnitt getriggert hatte. Ein einziges Mal kam ich in brennedem Gras wieder raus...
Die NPCs, nicht Hugo der wird ja an der Hand genommen, sind übrigens recht clever, geben teilweise zu früh Hinweise was zu tun ist und werden beim entdeckt werden oft großzügig übersehen, was sonst auch sehr frustig wäre, weil sooo perfekt laufen die dem Spieler nicht hinterher. Die Funktionen der Begleiter sind auch recht nützlich, eine Fähigkeit wird allerdings in einem Level so oft benutzt, dass ich den Standard-Dialog wohl noch im Traum höre.
A Plague Tale_ Requiem - Windows 21.10.2022 14_32_59.jpg
Die Story, die Atmosphäre, der stimmungsvolle Soundtrack und zuletzt die echt tolle Grafik motiviert zum weiterspielen. Ein gewissen Toleranz für Try&Error sollte man genauso mitbringen, wie Verständnis für ein Spiel ohne freies Speichern, was einen recht stark führt und dem Spieler immer wieder die Kontrolle wegnimmt. In manchen Kapiteln kracht und rummst es gewaltig, andere sind purer Strandurlaub mit Dialogen. Schöne Abwechslung. Andere Level dagegen sind so super eklig oder böse oder übel, das einem die Schmerzensschreie von Amicia schon zu den Ohren wieder rauskommt. Die USK hätte imho auch mit ab 18 nicht viel verkehrt gemacht. 1-2 Monate mehr Feintuning hätte dem Titel allerdings gut getan.

8/10
A Plague Tale_ Requiem - Windows 22.10.2022 15_04_57.jpg
Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.
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Beitrag » 31. Okt 2022 18:44 #3531

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Dying Light 2: Stay Human - 8/10
Ich war vom Vorgänger, wie hier zu lesen ist, so semi begeistert und auch für Teil 2 brauchte ich einen Moment (genau genommen, bis die offene Welt nunja, geöffnet wurde), aber insgesamt bin ich doch froh, dass ich das Ding begonnen habe, denn es macht die Kritikpunkte seines Vorgängers fast durchgehend besser.
Das Parkoursystem funktioniert hier in, sagen wir mal 8 von 10 Fällen richtig gut und ist in den letzten beiden Fällen auch kein Totalausfall. Ich hatte erst Bedenken, als ich in die große Stadt kam, weil die dörfliche Atmosphäre von Old Villedor mir deutlich besser gefallen hat, aber die nach und nach freizuschaltenden Möglichkeiten sorgen dafür, dass du gut zurecht kommst. Insbesondere das Schnellreisesystem sorgt hier für viel Komfort.
Die Sidequests sind deutlich abwechslungsreicher, haben eine bessere Story und sind - bis auf ein paar "go fetch"-Quests - selten repetetiv. Und selbst diese, wie zum Beispiel der "Book Club"-Quest, der 10 Teile hat, haben dann zumindest ein befriedigendes Ende und ein paar nette Nebenerzählungen.
Die Nächte sind nicht mehr so nervig wie vorher, wenn man auf den Dächern bleibt ist es meist recht safe, die Aktivitäten bei Nacht wie das Räumen von alten GRE Facilites machen sogar teilweise echt viel Spaß und die Beulereien, auch mit den stärkeren Zombies, sind auf Grund des einstellbaren Schwierigkeitsgrades nie frustrierend, wenngleich auch manchmal etwas hektisch. Nur die Volatiles sind halt overpowered, aber das soll ja auch so sein, sonst würde das Tag/Nacht-System keinen Sinn ergeben.
Die Hauptstory ist nicht auf "Days Gone"-Niveau, aber interessant genug um ihr zu folgen und hat ein paar coole Charaktere. Zwar sind ein paar der getroffenen Entscheidungen nicht ganz kohärent, aber es stört den allgemeinen Spielfluss nicht.
Auf der PS5 konnte ich das Spiel in 4K mit 30 FPS spielen, was mir gereicht hat, für Geschwindigkeitsliebhaber gibt es aber noch die 1440p-Variante mit 60+ FPS. Insgesamt kann ich das Spiel auch Skeptikern des ersten Teils empfehlen, jenen kann man auf Grund der größtenteils eigenständigen Story auch überspringen, wenn man möchte. Für meinen Durchlauf habe ich knapp 53 Stunden gebraucht, man kann aber mit Nebenaktivitäten sicherlich den Run auch auf 70-80 Stunden aufblasen.
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Beitrag » 4. Nov 2022 01:16 #3532

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The Gravedagokck
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Beitrag von The Gravedagokck »

A Plague Tale: Requiem - 8/10
Im Prinzip wird die Story des ersten Teils fortgeführt und zu Ende gebracht, am Spielprinzip hat sich grundlegend nicht viel geändert. Man spielt immer noch Amicia de Rune, die mit ihrem Macula-infizierten Bruder unterwegs ist, um ihn von dieser Pest zu befreien. Dabei wechseln sich Schleich-, Kampf- und Rätselpassagen miteinander ab, letztere bestehen oft daraus, wie man weiterkommt, ohne von den miesen Ratten zerfleischt zu werden. Später kommen dann noch Möglichkeiten diverser Companions hinzu, die situationsabhängig einem einen kleinen Vorteil verschaffen. Eine Art Singleplayer-Koop sozusagen. :D
Vom Umfang her ist das Spiel in seinen 17 Kapiteln deutlich umfangreicher als sein Vorgänger, es gibt in ein, zwei Kapiteln auch die Möglichkeit der etwas ausschweifenderen Exploration, aber ansonsten wurde es recht linear gelassen, was mir wie erwartet gut gefällt, dadurch bleibt die Story schön dicht.
Die Grafik ist auf der PS5 natürlich umwerfend, nur die Mimiken der Gesichter hätte man noch einen Ticken besser hinkriegen können. Die Story Charaktere gefielen mir noch etwas besser als beim ersten Teil, die Story fand ich in diesem allerdings etwas besser und die Trial-&-Error-Passagen haben wieder genervt. Was mich an der Story am meisten gestört hat, packe ich in einen Spoiler, also bitte nur anschauen, wenn ihr das Spiel schon durch habt:
Spoiler:
Egal, wo man hingeht, es gibt einfach kein Erfolgserlebnis, entweder sterben elementar wichtige Figuren und zum Schluss sogar Hugo. Das macht das Spiel zu einer ziemlich verzweifelten Angelegenheit ohne Happy End, immerhin teasert der Epilog noch was Spannendes an.
Trotzdem, wer emotional tiefschürfende Action-Stealth-Adventures mag, der sollte sich die beiden Spiele nicht entgehen lassen.
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Beitrag » 4. Nov 2022 01:20 #3533

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Stray 7,5/10
Ein Spiel für alle Katzenliebhaber, wenn man kein Komplettist ist, aber auch eine kurze Angelegenheit. Denn wenn ihr bei "Stray" nur der Story folgt und nicht ganz alle Sammelaufgaben mitnehmt, dann habt ihr das Ding auch in 4,5 Stunden schon durch, so wie ich. Aber die Story ist nett und schafft es, trotz der kurzen Zeit eine Bindung zu ein paar der Charaktere aufzubauen. Die Roboter wurden echt toll designt, sodass man sie schnell in sein Herz schließt und die Katze als Protagonist ist ohnehin großartig. Dann die vielen Kleinigkeiten, wie die typischen Katzensachen (Dinge runterstoßen, auf Spielbretter springen, sich an Beinen reiben, Krallen an Möbeln schärfen usw.), die hier wirklich putzig umgesetzt sind.
Die Optik ist für ein Indiespiel echt gut, die Grafik leuchtet stark, ist glasklar und erlaubt sich keine Blöße. Gameplaytechnisch dürfen wir neben den eben erwähnten Katzentätigkeiten hauptsächlich von A nach B laufen, ein paar Dinge einsammeln, mit Robotern reden, mal ein wenig schleichen und mal vor diesen ekligen Zorks wegrennen, bzw. die teils auch wegbratzen. Insgesamt genug Abwechslung für die Laufzeit, was das angeht, bin ich aber froh, dass es kein 30-Stunden-Titel ist, da hätte mehr herhalten müssen.
Trotzdem, Katzenfans kommen um den Titel nicht herum. Und die Trophäe fürs viele Miauen war eh die Kirsche auf der Sahne der Torte. :D
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Beitrag » 8. Nov 2022 16:20 #3534

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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Psychonauts - 7,5/10
Endlich habe ich es durchgespielt. :D Nachdem ich vor 15 Jahren den Endlevel immer nicht geschafft habe, was sicherlich auch daran liegt, dass die Kamera und Steuerung auf dem PC eher suboptimal waren und es dort ja auf Zeit ging. Nun habe ich mir das Spiel aber für 3€ und ein paar Zerquetschte im PSN nochmal gegönnt (nach den Versionen auf Steam, GOG und der PC-Retail :ugly: ) und es mit Controller als emulierte PS2-Version auf PS5 gespielt.
Storymäßig und vom WTF-Faktor steht "Psychonauts" natürlich immer noch ganz oben auf der Hitliste. "I am the milkman!" ftw! Der Level ist mir bis heute gut in Erinnerung geblieben. Wer witzige Action-Adventures mit regelmäßigen Jump-n-Run-Einlagen mag, der kommt an dem Spiel nicht vorbei. Die Spielzeit ist mit gut 10 Stunden auch ordentlich, kleine Abzüge in der B-Note gibt es für den plötzlichen Difficulty-Peak am Ende (habe es aber auch ohne einstellbaren Schwierigkeitsgrad geschafft) und die selbst auf Konsole manchmal etwas ungenaue Steuerung. Freue mich nun, endlich den 2. Teil zu spielen, ich habe ja nur mein halbes Leben gewartet. :D
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Beitrag » 13. Nov 2022 13:56 #3535

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BlackDead
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von BlackDead »

The Legend of Heroes: Trails from Zero

Die Legend of Heroes Reihe ist meine liebste JRPG Reihe und endlich ist der erste Teil der sogenannten Crossbell Duologie mit einer englischen Übersetzung erschienen und schließt damit die Lücke zwischen den Trails in the Sky und den Trails of Cold Steel Teilen.
Zwar merkt man deutlich dass das Spiel vor über 12 Jahren auf der PSP erschienen und bietet nur eine eher simple isometrische Optik die aber ganz charmant ist aber dafür kann der Soundtrack mal wieder überzeugen und auch die japanischen Sprecher machen einen guten Job.
Die PC-Version ist aber gut gelungen und unterstützt auch Ultrawide Auflösungen und jede Steuerungsmöglichkeit funktioniert wunderbar.
Spielerisch bietet es die gewohnte Kost der Reihe auch wenn natürlich das rundenbasierte Kampfsystem logischerweise einige Aspekte der späteren Teilen vermissen lässt und wenn man mit den Kämpfen dieser Reihe vertraut ist kommt man auch problemlos und es war eher selten dass mir irgendein optionaler Boss Probleme gemacht hat.
Das Spiel ist wieder ähnlich strukturiert wie die vorherigen bzw. nachfolgenden Teile, das bedeutet das man pro Kapitel bzw. Tag eine bzw. mehrere Hauptaufgaben hat und dazu kommen noch einige Nebenaufgaben die zwar im Grunde nur aus Botengängen bzw. Kämpfen bestehen aber wie von der Reihe gewohnt ziemlich gut verpackt sind.
Die große Stärke der Reihe ist sowieso deren Weltenbau und die Spielwelt bietet wieder viele nette kleine Details und sympathische Haupt- und Nebenfiguren, die Haupthandlung kommt erst relativ spät in die Gänge hat aber am Ende ein paar nette Überraschung zu bieten und wird sogar relativ düster.
Gut gefiel mir auch dass der Fokus auch nur auf vier spielbare Figuren liegt und man es nur hin und wieder Gastcharaktere in der Gruppe hat, ich bin einfach kein großer Freund davon wenn es zu viele spielbare Figuren auf einmal gibt wie in den späteren Teilen.
Für mich war es auf jeden Fall ein guter Teil der Reihe den ich nur weiterempfehlen kann und jetzt freue ich mich schon auf den Nachfolger der in ein paar Monaten erscheinen soll.

Beitrag » 13. Nov 2022 22:20 #3536

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The Gravedagokck
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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Psychonauts 2 - 8/10
Ich wurde nicht enttäuscht! Die kleine Side-Story von "Rhombus of Ruin" wurde ja im Introvideo erklärt, aber letzten Endes setzt der zweite Teil genau da an, wo der erste aufhört. Und es wird natürlich Fanservice geboten, wie zum Beispiel als Raz kurz zurück in Whispering Rocks ist und sagt "I haven't been here for... days", eben als Anspielung darauf, dass es erst drei Tage her ist ingame, aber nun eben auch 16 Jahre für den Spieler. :D
Spieltechnisch werden einige der Fähigkeiten des ersten Teils direkt zu Beginn wieder eingeführt und müssen nicht umständlich "neu" erworben werden, wie es oft der Fall ist. Ein paar neue, coole Fähigkeiten gibt es auch, wobei eine der coolsten etwas zu spät ihren Weg ins Spiel findet.
Die offenen Areale sind toll gemacht, es gibt viel zu entdecken und sogar ein, zwei Sidequests. Die hätte es jetzt spieltechnisch nicht unbedingt gebraucht, aber sie sind zumindest erzähltechnisch nett gemacht. Die neuen und alten Charaktere sind gewohnt skurril und die Sprecher wieder top. Zudem sind die Mimiken der Charaktere für ein Spiel dieses Grafikstils wirklich gut. Man kann Erstaunen, Entsetzen, Freude usw. echt gut herauslesen, gerade bei Raz.
Viele Fortsetzungen, gerade welche, die nach langer Zeit endlich kommen, enttäuschen oft, weil sie die über die Jahre (oder in diesem Falle Jahrzehnte) aufgebaute Erwartung kaputt machen. "Psychonauts 2" erfüllt die Erwartungen jedoch auf voller Linie und ist ein Spiel, das darauf hoffen lässt, dass "Psychonauts 3" nicht wieder 16 Jahre dauert, auch wenn es auf keinem krassen Cliffhanger endet.
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Beitrag » 20. Nov 2022 17:31 #3537

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Re: Zuletzt durchgespielt / kommt nun dran

Beitrag von The Gravedagokck »

Valkyrie Elysium - 6/10
Mal abgesehen vom Ende ist die Story ziemlich hanebüchen und belanglos, aber das Gameplay ist eine feine Schnetzelei, die auf Grund der Spielzeit von 17 Stunden für 3 von 4 Enden (das letzte habe ich keine Lust freizuschalten) auch okay ist. Die Welten sind zwar karg und leer, aber das ist der (wie gesagt hanebüchenen) Story geschuldet, die Feinde könnten abwechslungsreicher sein, dafür macht mit jedem Einherjer, den man rekrutiert, das Spiel mehr Freude.
Grafisch ist es eher ein PS4-Launchtitel, aber das ist schon okay, dafür läuft es flüssig und sieht, wenn man einige Gegner zeitgleich wegbratzt auch cool aus. Den Skilltree und das Waffen aufleveln hätte man nicht gebraucht, stört aber auch nicht.
Spieltechnisch könnt ihr euch sowas wie "Bayonetta" drunter vorstellen nur, dass die Protagonistin mehr Klamotten anhat und die Geschichte wie gesagt nicht besonders ist. Die Sprecher und Sprecherinnen könnten auch etwas mehr Elan haben, die Dialoge wirken etwas steif.
Trotzdem hat es mich nach Erreichen des ersten Endes motiviert, noch zwei weitere Enden freizuschalten, nur auf das letzte habe ich keinen Bock. Tipp: sucht direkt alle Verdant Blossoms, sonst muss man wirklich viel Backtracking machen. Deswegen gibt es aber die leicht überdurchschnittliche Wertung, kann man schonmal machen. Gut, dass das Spiel keine 40 Stunden geht, das wäre definitiv zu lang.
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