Open World - Segen oder Fluch?

Alle Spiele, egal ob am PC, auf der Konsole oder dem Handheld werden hier diskutiert.
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Beitrag » 27. Okt 2018 16:24 #1

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gun
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Open World - Segen oder Fluch?

Beitrag von gun » 27. Okt 2018 16:24

Irgendwie geht dieser ganze Open World Hype an mir vorbei. :confused:
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Beitrag » 27. Okt 2018 17:08 #2

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Re: Spielwiese CLXIII - Kein Videobeweis, keine Zeugen... nur Sommerloch

Beitrag von Crizzo » 27. Okt 2018 17:08

Rodon hat geschrieben:
27. Okt 2018 16:32
Crizzo hat geschrieben:
27. Okt 2018 16:01
Willst wohl erst deinen PoS zocken. :D
Seit Dagos Weckruf habe ich immerhin 4 Spiele durchgezockt. :nice:
1500 to go! Du schaffst das! :nice:
gun hat geschrieben:
27. Okt 2018 16:24
Irgendwie geht dieser ganze Open World Hype an mir vorbei. :confused:
Naja, welche guten Spiele davon willst du denn zocken? Die sind entweder auf Konsole oder bei Uplay/Steam/Origins...da bleibt dir ja quasi nur noch The Witcher 3 übrig.

Deshalb hätte ich ja eher gesagt, 98% der modernen Spiele gehen an dir vorbei. :ugly: :p
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Beitrag » 27. Okt 2018 17:26 #3

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Re: Spielwiese CLXIII - Kein Videobeweis, keine Zeugen... nur Sommerloch

Beitrag von Rumple » 27. Okt 2018 17:26

Crizzo hat geschrieben:
27. Okt 2018 17:08
Naja, welche guten Spiele davon willst du denn zocken? Die sind entweder auf Konsole oder bei Uplay/Steam/Origins...da bleibt dir ja quasi nur noch The Witcher 3 übrig.

Deshalb hätte ich ja eher gesagt, 98% der modernen Spiele gehen an dir vorbei. :ugly: :p
The Saboteur :teach:

Abgesehen davon spielen sich die meisten OpenWorld-Spiele sowieso gleich und sind extrem repetitiv. Witcher 3 ist gut trotz OpenWorld, nicht wegen der OpenWorld! :teach:

Es gibt auch noch die Fallout 3, NV und TES 3 - 4 bei GOG, als OpenWorld-Rollespiele.

Beitrag » 27. Okt 2018 18:19 #4

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gun
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Re: Spielwiese CLXIII - Kein Videobeweis, keine Zeugen... nur Sommerloch

Beitrag von gun » 27. Okt 2018 18:19

Crizzo hat geschrieben:
27. Okt 2018 17:08

Naja, welche guten Spiele davon willst du denn zocken? Die sind entweder auf Konsole oder bei Uplay/Steam/Origins...da bleibt dir ja quasi nur noch The Witcher 3 übrig.

Deshalb hätte ich ja eher gesagt, 98% der modernen Spiele gehen an dir vorbei. :ugly: :p
Der Open World Hype gehte generell an mir vorbei.
Ist ja nicht so als hätte ich sowas nicht schon öfter mal gespielt in seinen unterschiedlichen Auslegungen.

Sei es jetzt ein GTA3, AC1, Saint Row 2-4, TES3 und 4 (und 5 angespielt), Fallout3 und NV, Saboteur oder Red Faction wie auch immer. Und dazu kommt noch viel Kram mit "Zentralhub".

Ich stimme da voll Rumple zu, es ist sehr viel gleich und oftmals einfach nur repetitiv.

Wenn du jetzt fragst, was mich von der Thematik her interessiert hätte. Sagen wir es mal so, die Ubi Open World Titel klingen von ihrer Prämisse her immer super toll. So ein Watch Dog habe ich durchaus interessiert beobachtet und auch das Far Cry in den USA war interessant.
Bis sie erschienen sind.

Und auch Horizon Zero Dawn habe ich interessiert beobachtet. War dann aber auch nix.
Der Kram von Rockstar war hingegen noch sie so ganz Meins. Bei Bethesda brauche ich auch nicht mehr schauen. Den Bethesdadeal und die Bethesda Open World hat mMn bisher nur Obsidian ordentlich hinbekommen.

Von all den Titel ist aktuell nur noch Zelda auf meiner "eventuell mal" Liste, da ich noch ein wenig mit dem Gedanken an die Switch spiele. Aber selbst dort...

So wirklich bleibt da nur Phirania Bytes. Aber das liegt zumeist auch daran, dass sie ihre Open World doch stärker führen ("du bist zu schwach").
Die Saint Rows habe ich ja zuletzt durchgespielt. Die Open World ist dort nicht gut. Die Aktivitäten sind kaum spaßig und die Sammeleidinger können sie sich sonst wo hin schieben. Nur die Missionen reißen es raus (und da nicht mal alle, was sie aber selbst thematisieren).

Versteh mich jetzt nicht falsch, ich habe auch keinen Bock auf einen Call of Duty Schlauch. Aber personlich empfand ich sowas wie Stalker Call of Pripyat als angenehmste Mischung als Open World und Linearem Spiel. Nicht perfekt aber um Welten besser als Alles was Bethesda und Co auf mich schmeißen.
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Beitrag » 27. Okt 2018 20:00 #5

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Re: Spielwiese CLXIII - Kein Videobeweis, keine Zeugen... nur Sommerloch

Beitrag von Crizzo » 27. Okt 2018 20:00

gun hat geschrieben:
27. Okt 2018 18:19
Der Open World Hype gehte generell an mir vorbei.
Ist ja nicht so als hätte ich sowas nicht schon öfter mal gespielt in seinen unterschiedlichen Auslegungen.

Sei es jetzt ein GTA3, AC1, Saint Row 2-4, TES3 und 4 (und 5 angespielt), Fallout3 und NV, Saboteur oder Red Faction wie auch immer. Und dazu kommt noch viel Kram mit "Zentralhub".

Ich stimme da voll Rumple zu, es ist sehr viel gleich und oftmals einfach nur repetitiv.
Das kann man mMn eben einfach pauschal nicht sagen. Ja, es gibt viele OpenWorld-Spiele, die das übers Knie gebrochen haben und deshalb sehr repetitiv sind oder eben am Anfang von dem sogn. Hype stehen und vieles noch verkehrt machen. Dazu gehört ganz sicher auch Assassin's Creed 1 mit seinen unzähligen Sammelaufgaben und Missionsvorbereitungen. Dazu gehören auch viele Aufgaben, die dich in den neueren Open-World-Spielen wiederfinden: Ressourcen sammeln und Jagen ist da ganz vorne dabei.

Die von dir genannten sind aber wirklich fast alle echt alt. AC 1 ist von 2007, die Teile danach machen schon sehr vieles besser und anders. Hast du die denn dann nochmal probiert? Sag jetzt bitte nicht AC3 oder Unity. :D

Nur kann man sich mMn auch die ganzen guten Dinge und besseren Spiele rauspicken und kann oft den Kram auch einfach ignorieren oder links liegen lassen. Eben weil man die Wahl hat. Wenn aber OpenWorld, dann sollte es auch was zu sehen und erleben geben.
gun hat geschrieben:
27. Okt 2018 18:19
Wenn du jetzt fragst, was mich von der Thematik her interessiert hätte. Sagen wir es mal so, die Ubi Open World Titel klingen von ihrer Prämisse her immer super toll. So ein Watch Dog habe ich durchaus interessiert beobachtet und auch das Far Cry in den USA war interessant.
Bis sie erschienen sind.
Ich bin da selbst relativ wählerisch, habe ich festgestellt. Die sog. Ubisoft-Formel scheint mir von Spiel zu Spiel zu gefallen und auch mal wieder nicht. Far Cry 4 war jetzt eher eine Enttäuschung, hab mich überhäuft gefühlt. Shadow of Mordor war ein Spiel, dass hätte die OpenWorld am besten weggelassen, ebenso Mafia 2. In Mafia 3 krankte es mMn nicht direkt an der Open-World, aber auch. Dagegen klappt das gleiche System wie in Far Cry 3-5 in Spider-Man, AC: Origins, AC2-Trilogie, Batman-Trilogie für mich ganz wunderbar.

Aber was genau hat dich denn nach Release plötzlich vom Gegenteil überzeugt, dass Far Cry 5 oder Watch Dog 1 doch nichts für dich ist?
gun hat geschrieben:
27. Okt 2018 18:19
Und auch Horizon Zero Dawn habe ich interessiert beobachtet. War dann aber auch nix.
Der Kram von Rockstar war hingegen noch sie so ganz Meins. Bei Bethesda brauche ich auch nicht mehr schauen. Den Bethesdadeal und die Bethesda Open World hat mMn bisher nur Obsidian ordentlich hinbekommen.

Von all den Titel ist aktuell nur noch Zelda auf meiner "eventuell mal" Liste, da ich noch ein wenig mit dem Gedanken an die Switch spiele. Aber selbst dort...

So wirklich bleibt da nur Phirania Bytes. Aber das liegt zumeist auch daran, dass sie ihre Open World doch stärker führen ("du bist zu schwach").
Das hat AC: Origins auch gemacht. Ganz offene Welt, theoretisch, aber mit dem geringen Level konnte man in vielen Bereichen erst nach und nach überleben, da man sonst per One-Hit stirbt.
gun hat geschrieben:
27. Okt 2018 18:19
Die Saint Rows habe ich ja zuletzt durchgespielt. Die Open World ist dort nicht gut. Die Aktivitäten sind kaum spaßig und die Sammeleidinger können sie sich sonst wo hin schieben. Nur die Missionen reißen es raus (und da nicht mal alle, was sie aber selbst thematisieren).

Versteh mich jetzt nicht falsch, ich habe auch keinen Bock auf einen Call of Duty Schlauch. Aber personlich empfand ich sowas wie Stalker Call of Pripyat als angenehmste Mischung als Open World und Linearem Spiel. Nicht perfekt aber um Welten besser als Alles was Bethesda und Co auf mich schmeißen.
Was zeichnet denn Stalker CoP für dich aus bzw. macht es so viel besser?

Ich brauch in der OpenWorld halt eben einmal Freiheiten, mich nicht um die Hauptquest kümmern zu müssen und trotzdem mehr und weniger spaßige Aufgaben erledigen zu können und ich will auch gewisse Dinge entdecken können. Shadow of Mordor ist da mein negativ Beispiel, lahme Kräuter sammeln, tote und total langweilige Welt (ja, Mordor ist nicht schön...aber das ist halt dann nicht spielbar, wenn das nur so geht) und dann kämpft man an jeder Ecke und in jeder Missionen die gleichen Kämpfe und die besonderen Gegner Respawnen auch noch ständig.

Das macht für mich halt den Reiz aus. Auf Entdeckung gehen, die Wahl haben wann was gemacht wird und auch einfach mal kurzweilig mit Kleinkram beschäftigen können. Klar, nicht nur, mal eben 6 h in CoD mit Puls 180 durch die Effekte zu rennen, ist auch mal witzig, aber dann doch ein wenig eintönig. Da weiß ich halt, das ist das Level und hier kommt Tapete und da ist eben das Level zu Ende.

Die Alternative sind ja dann doch wieder Schlauch-Levels in kleinere oder größerer Ausführung oder das Episoden-Muster aus The Witcher 2/Dishonored/Hitman.

Zu den Bethesda-Titeln kann ich nix sagen, ich tue mich nur schwer überhaupt 1st/3rd-Person Rollenspiele aufzuzählen, die in keiner offnene Welt sind und trotzdem funktionieren. Das ist für mich ja der Inbegriff der Kräuter-Sammler und Wurzelsuch-Spiele. Das sind zwar keine 100 Flagen in Damaskus, aber imo auch nicht spannender.
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Beitrag » 27. Okt 2018 20:05 #6

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Re: Spielwiese CLXIII - Kein Videobeweis, keine Zeugen... nur Sommerloch

Beitrag von Rumple » 27. Okt 2018 20:05

Crizzo hat geschrieben:
27. Okt 2018 20:00

Das kann man mMn eben einfach pauschal nicht sagen. Ja, es gibt viele OpenWorld-Spiele, die das übers Knie gebrochen haben und deshalb sehr repetitiv sind oder eben am Anfang von dem sogn. Hype stehen und vieles noch verkehrt machen. Dazu gehört ganz sicher auch Assassin's Creed 1 mit seinen unzähligen Sammelaufgaben und Missionsvorbereitungen. Dazu gehören auch viele Aufgaben, die dich in den neueren Open-World-Spielen wiederfinden: Ressourcen sammeln und Jagen ist da ganz vorne dabei.

Die von dir genannten sind aber wirklich fast alle echt alt. AC 1 ist von 2007, die Teile danach machen schon sehr vieles besser und anders. Hast du die denn dann nochmal probiert? Sag jetzt bitte nicht AC3 oder Unity. :D

Nur kann man sich mMn auch die ganzen guten Dinge und besseren Spiele rauspicken und kann oft den Kram auch einfach ignorieren oder links liegen lassen. Eben weil man die Wahl hat. Wenn aber OpenWorld, dann sollte es auch was zu sehen und erleben geben.
Welches OpenWorld-Spiel hebt sich denn Deiner Meinung nach von den anderen ab?

Beitrag » 27. Okt 2018 20:36 #7

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Re: Open World - Segen oder Fluch?

Beitrag von Crizzo » 27. Okt 2018 20:36

Von denen die ich gespielt habe, die da:
GTA SA, 5
Batman: Arkham City
The Witcher 3
AC: Origins
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Beitrag » 28. Okt 2018 11:02 #8

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Re: Open World - Segen oder Fluch?

Beitrag von SierraLeon » 28. Okt 2018 11:02

Der Open World Hype ist ein Problem über das ich mich schon länger ärgere. Rumple hat es perfekt formuliert: The Witcher 3 war nicht wegen der Open World gut, sondern trotz der Open World.

Es gibt sicher einige Spiele, die nur mit dem Zugang zu einer Open World funktionieren, in den meisten Fällen ist das aber nicht der Fall, selbst ein Witcher 3 hätte in meinen Augen besser funktioniert, wenn es in kleineren Bereichen gespielt hätte. Der Hauptgrund dafür ist, dass sich Open World und gutes Storytelling gegenseitig zu großen Teilen ausschließen. Das Spiel ist per Definition nicht zielgerichtet, sondern der Spieler soll machen können was er will. Das ist aber unglaublich oft ein gewaltiger Bruch der Immersion.

Das Paradebeispiel für miserable Open World ist in meinen Augen nach wie vor Skyrim. Die Drachen sind zurückgekehrt, Menschen sterben, die Welt geht unter, man selbst wird der Dragonborn, der angebliche Retter der Welt ... und verabschiedet sich dann erstmal für Tage um Hasen nach zu laufen, Kräuter zu sammeln, hier und da eine Grabstätte zu schänden und so weiter. Und natürlich, die Drachen haben solange Pause gemacht, bis der Dragonborn zurück von seinen kleinen Abenteuern ist und dann legen sie wieder los - bis er wieder verschwindet, weil er ja gerade der Diebesgilde beigetreten ist. Idiotisch.
Das Ganze wird bei Skyrim durch das miserable Quest-Design noch schlimmer. Wir haben ein ganzes Land vor uns, es ist gigantisch. in der unteren linken Ecke, treffen wir einen kleinen Bauern, der uns bittet sein altes Artefakt, das er in irgendeiner Gruft verloren hat wieder zu besorgen. Wir stellen noch nicht mal die Frage, warum der dieser arme Bauer dieses krasse Artefakt hat, vielleicht ja ein Erbstück oder so. Die erste Frage die sich mir aber stellt ist: Was hat der Typ in der Gruft verloren? Und warum hatte er dieses krasse Artefakt dabei? Und dann seh ich mir an wo ich hin soll. Dann schickt mich das Spiel einmal quer über die komplette Karte und in dieser hunderte Kilometer entfernten Gruft hat der Bursche sein Artefakt verloren. Wie ist er da hingekommen? Was zur Hölle wollte er da? Wer hat währenddessen dafür gesorgt, dass sein Bauernhof nicht zu Grunde geht? Wer hat sich diese Quests ausgedacht?

In vielen Spielen dient die Open World zur Streckung der Gesamtspielzeit und zu nicht mehr. Mir sind die kleineren Gebiete aus Hitman, Witcher bzw. Witcher 2 und ähnlichen Spielen lieber, als eine gewaltige Open World, die nur dazu da ist um mich länger mit blödsinnigen Sammelquests an der Stange zu halten. Da dann doch lieber gut inszenierte und geschriebene Nebenquests in den kleinen Gebieten und dafür eben nicht 100 sondern nur 5. Reicht.

Beitrag » 28. Okt 2018 11:18 #9

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Re: Open World - Segen oder Fluch?

Beitrag von Crizzo » 28. Okt 2018 11:18

Das ist ein generelles Problem bei Haupt- und Nebenquests. Erstere versprühen immer eine gewisse Dringlichkeit und in der Nebenquests hilft man dann verlorene Katzen suchen, Erbstücke finden oder sammelt Kräuter.

Einzig fällt mir jetzt Spider-Man ein, dass quasi auch so Pausen einbaut, wo erstmal keine Hauptquest direkt verfügbar ist und Spidey dem Spieler erzählt, er hätte erstmal ein wenig Zeit sich um andere Dinge zu kümmern.
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Beitrag » 28. Okt 2018 11:34 #10

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Re: Open World - Segen oder Fluch?

Beitrag von SierraLeon » 28. Okt 2018 11:34

Darum sag ich ja, lieber wenige und dafür gute, die gut in die restliche Story mit eingeflochten sind, als die besagten verlorene Katzen und Erbstücke und Kräuter suchen ;)

Beitrag » 28. Okt 2018 11:35 #11

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Re: Open World - Segen oder Fluch?

Beitrag von Crizzo » 28. Okt 2018 11:35

Kannst du ein Beispiel nennen für ein Spiel, dass das gut macht?
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Beitrag » 28. Okt 2018 12:23 #12

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Re: Open World - Segen oder Fluch?

Beitrag von SierraLeon » 28. Okt 2018 12:23

Witcher 1 und Witcher 2 hatte das ganz gut gelöst meiner Meinung nach, auch Witcher 3 hat einige Nebenquests, die sehr gut mit in die Hauptquest eingeflochten sind (die des Bloody Barons zum Beispiel als Paradebeispiel). Ebenfalls einfallen würde mir Vampire: The Masquerade - Bloodlines, das seine Nebenquests vernünftig in das Setting und die Story einbindet. Von diesen ist natürlich nur der dritte Witcher ein echtes Open World-Spiel. Die anderen haben mehrere verschiedene Hubs, was in meinen Augen ein Stück weit belegt, dass es damit einfach besser funktioniert eine gute Geschichte samt Nebenquests zu erzählen ^^

Beitrag » 28. Okt 2018 12:42 #13

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The Gravedagokck
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Re: Open World - Segen oder Fluch?

Beitrag von The Gravedagokck » 28. Okt 2018 12:42

So, ich kann ja nicht das Thema einfach splitten und dann nichts dazu sagen. :D
Es gab Open World ja auch schon, bevor man diesen Begriff so exzessiv benutzt hat, ich glaube, ins Negative hat sich das ganze erst gewandelt, als plötzlich JEDE Art von Spiel meinte, Open World werden zu müssen. Ein gutes Open-World-RPG ist halt auch heute immer noch richtig cool, sofern diese Open World dann auch sinnvoll gefüllt ist. Spiele, die eine Open World haben, die diese auch sinnvoll einsetzen bzw. zum Erkunden einladen, sind:

- die GTA-Reihe
- The Witcher 3
- Gothic 1 & 2, 3 mit Einschränkungen
- Risen
- die Saints-Row-Reihe
- inFAMOUS 2
- Horizon: Zero Dawn

Warum ist das so? Bei der GTA-Reihe fühlt man sich nicht gehetzt, das Missionsdesign ist großartig, wenn man mal Dringlichkeit verspürt, dann gehen die Missionen meistens so lange, bis das Spannende aufgelöst ist und man wieder auf die Stadt losgelassen werden kann. Außerdem ist man hier nicht nur Krimineller der Story wegen, sondern weil man halt auch Leute ausrauben, Amok laufen, Straßenrennen fahren usw. kann und sich eben austoben kann, wie es in der realen Welt nicht möglich wäre.
The Witcher 3 hat die Balance zwischen dichter Story und Welterkundung perfektioniert, die Collectibles sind nicht zu viele, die Sidequests spannend. Einziges Manko: Geralt will unbedingt Ciri finden, nimmt sich aber super viel Zeit dabei. Die Welt gehört jedoch zum Besten, was das virtuelle Mittelalter gesehen hat.
Über die Gothic-Reihe muss ich hier nicht viele Worte verlieren, lest meine Reviews. Zusammen mit dem Hexer einfach eine der atmosphärischsten Welten und definitiv Spiele, bei denen die Open World nicht Schuld daran ist, dass diese nicht fehlerfrei sind. Risen perfektioniert dann das Ganze. Ich würde sagen, ich habe lange nicht mehr so gerne jeden Fitzel abgesucht, weil die Insel einfach nicht so riesig war und jede Ecke irgendwas individuelles zu bieten hatte.
Joa, und Saints Row ist wie GTA, nur in noch abgefuckter. Pluspunkt: die langweiligen Collectibles lassen sich in Teil 4 dank Superkräften zumindest auf coole Art und Weise einsammeln. Dasselbe gilt auch für inFAMOUS 2.
Bei Horizon ist es ebenfalls so, dass die Welt einfach so innovativ und neu ist, dass sie wirklich gut zu erkunden ist und die Story ist gut in diese Welt und ihre Nebenmissionen eingebunden. Collectibles sind überflüssig, man verpasst aber auch keine Lore, wenn man sie nicht sammelt.

Nun zu den Spielen, die ich teils auch großartig finde, aber in denen die (partielle) Open World unnötig ist:

- die neuen Tomb-Raider-Spiele
- Uncharted 4
- God of War (2018)
- Wolfenstein II: The new Colossus

Ich liebe die neue Lara, aber warum muss man erst durch ein Gebiet durchlaufen, die Story dort abarbeiten, dann weitergehen, sich die passenden Skills aneignen und dann nochmal wieder in ein altes Gebiet zurückreisen und es recyclen, weil man jetzt an Orte kommt, an die man vorher nicht kam? Die Challenge Tombs selber sind zwar der Hammer, aber die könnte man ja auch einfach in die Story integrieren, anstelle einfach ihre Companions wie Jonah stumpf davor warten zu lassen, bis Lara da irgendwann mal wieder rauskommt. So nach dem Motto: " Jo, wir müssen zwar die Welt retten, aber ich will nochmal eben das Tomb raiden (ha, ha)." Bei Uncharted isses das gleiche, die großen, freien Gebiete nehmen dem Spiel die Dichte und die Story. Ich glaube, ich werde nochmal einen reinen Story-Run dieser Spiele machen, denn dann wirkt die einfach besser.
God of War bin ich ja gerade noch am Spielen, aber, dass man da später auch nochmal wieder in alte Gebiete zurück muss, um alles zu sehen, demotiviert mich jetzt schon.
Und Wolfenstein kann sich seine Basis und die Sidequests, in denen man einfach nur nochmal in alte Gebiete zurückmuss, um ein paar neue Leute zu killen, für den 3. Teil auch ganz schnell wieder klemmen. Leidet die Story sehr drunter.

Und dann gibt es ja auch noch Spiele, in denen mir die Open World egal ist. Aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.
Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn die Open World wieder in das Genre verschwindet, in dem sie Sinn ergibt und - das viel schlimmere Problem - Collectibles einfach komplett von der Erde verschwinden und die Entwickler die Arbeit, die man sich machen muss, diese zu verstecken, lieber in mehr gute Sidequests stecken. :)
Got to be who you are in this world
Never walk out on your own story
But if you ever need me again
You know that I'll be, I'll be around.

Beitrag » 29. Okt 2018 21:07 #14

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Re: Open World - Segen oder Fluch?

Beitrag von gun » 29. Okt 2018 21:07

Crizzo hat geschrieben:
27. Okt 2018 20:00

Was zeichnet denn Stalker CoP für dich aus bzw. macht es so viel besser?
Ich mache es mal daran.
Erstmal ist es ein Spiel mit 3 Hubs, in denen es Haupt- und Nebenquests gibt. Wenn ich mich recht erinnere gibt es auch immer wieder automatisch erstellte generische Suchaufgaben - wobei ich das aktuell auch mit Clear Sky verwechseln könnte.
Im Grunde Geld verdienen.

Aber was macht es besser. Erst einmal, die Hubs sind kleiner.
Die Welt ist schlichtweg nicht zu groß. Etwas was mich bei vielen Open Worlds oftmals stört. Es ist einfach zu groß und man verliert sich schlichtweg.
Die Welt ist nicht zu voll gepackt. Moderne Open Worlds sind aufgebaut wie eine verdammte Kirmis. Alle 2m steht ne neue Bude und der Kram wiederholt sich alle 5 Buden oder so. Ich meine, schon in TES5 piept der Kompass quasi ständig, weil etwas Neues auftaucht. Wenn ich das bei den Far Crys richtig sehe, dann muss ich bei einer Nebenbeschäftigung ja schon teilweise aufpassen nicht gleich in die 2. zu latschen.

Dies hat in der Regel aber auch einen Nebeneffekt. Es handelt sich um generische Standardaufgaben und Standardorte. Es sind einfach zu viele Dinge, als das dort ein Entwickler noch groß Hand angelegt hätte. Und wenn, dann hat er aus einen Baukasten zusammengeklickt.
Sowas wird insbesondere bei den Bethesdaspielen deutlich. Ich meine, diese ganzen verlassenen Festungen in TES5. Kennt man eine, kennt man alle. In eingen Wenigen wurde noch ein besonderes Detail platziert. Das war es dann aber auch schon mit der Liebesmüh. Es ist am Ende trotzdem 100x den gleichen Scheiß Ort durchforsten um nichts Besonderes zu finden.

Auch in dem Punkt arbeitet Stalker anders. Jeder Ort ist einzigartig. Also wirklich Einzigartig. Die richtigen Quests sind handgebaut und nicht dumm. Nicht so ein Scheiß, wie er weiter oben schon beschrieben wurde.
Und nicht zuletzt, was mich immer stört, bei Stalker sind die Verhältnisse von Größen und Entfernungen näher an der Realiät.
Ja, ein Skyrim wirkt riesig. Aber eigentlich liegen die Städte näher zusammen als es in Deutschland viele Dörfer tun und die "Berge" haben eventuell 1000m. Wenn überhaupt.
Man versucht also eine große Spielwelt noch größer zu machen, indem man einfach zu viel Kram reinkloppt. Ich will auch mal ein paar m gehen können OHNE das ich auf Irgendwas mit der Nase gestoßen werde.
Eventuell kann ein Großteil der Kundschaft dort ihr "Größengefühl" verlieren - ich kann es nicht. Die Frage, wo die Leute alle ihr Futter herbekommen habe ich mir schon damals in Oblivion gestellt...



Noch zu Far Cry 5 oder Watch Dogs.
Ich fand die Ausgangsprämissen, also die Weltgrundlagen, die für die Spiele genutzt wurden durchaus ansprechend. So wie ich auch die Prämisse von Detroid become Human sehr interessant finde.
Denn seinen wir ehrlich, es sind Dinge die aktuell sind, es sind Probleme und man kann da sehr viel mit machen. Erst recht wenn man sich traut auch eine Aussage zu machen.

Und genau darin haben beide Ubisofttitel nun einmal versagt. Mit der Prämisse gestartet und sofort weggeduckt und die nächste Kirmis draus gezaubert.

Ich bin jetzt mal böse und sage, dass ein Saint Rows wesentlich politischer und kritischer unterwegs ist als diese beiden Titel. Und die Teile sind in erster Linie Spaßbuden, die in 2. Linie erstmal andere Spiele veralbern. Aber im Nachgang geht es auch anderen Dingen an den Kragen.
Sie trauten sich mehr und hatten eventuell das Gefühl, es aufgrund des humoristischen Einschlages machen zu können.
Die Ubisofttitel wollen gleichzeitig ernst und witzig sein und gleichzeitig so gut an die Wand zu nageln sein, wie der berühmte Pudding.
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Beitrag » 8. Nov 2018 14:42 #15

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Re: Open World - Segen oder Fluch?

Beitrag von simple_mind » 8. Nov 2018 14:42

SierraLeon hat geschrieben:
28. Okt 2018 11:02
Der Open World Hype ist ein Problem über das ich mich schon länger ärgere. Rumple hat es perfekt formuliert: The Witcher 3 war nicht wegen der Open World gut, sondern trotz der Open World.

Es gibt sicher einige Spiele, die nur mit dem Zugang zu einer Open World funktionieren, in den meisten Fällen ist das aber nicht der Fall, selbst ein Witcher 3 hätte in meinen Augen besser funktioniert, wenn es in kleineren Bereichen gespielt hätte. Der Hauptgrund dafür ist, dass sich Open World und gutes Storytelling gegenseitig zu großen Teilen ausschließen. Das Spiel ist per Definition nicht zielgerichtet, sondern der Spieler soll machen können was er will.
das ist die klassische Definition einer Sandbox. Sandbox und Open World sind zwei durchaus verschiedene Sachen aber sie werden in der Diskussion gerne gleichgesetzt was leider falsch ist. die schon angesprochenen G1/2 sind Open World Spiele, da aber im Endeffekt doch nur die Handlung sie vorantreibt, haben sie mit einer Sandbox nichts tun. G3 hingegen ging schon deutlich mehr Richtung Sandbox, die Folge davon war eine Story die dramaturgisch nicht überzeugen konnte.
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